Zufluss in den Bleilochstausee sinkt seit Tagen

Blankenstein  Meteorologischer Rückblick: Pegel an der Saale in Blankenstein zeigt aktuell eine Durchflussmenge von nur zwei Kubikmeter je Sekunde

Die anhaltende Trockenheit macht den Land- und Forstwirten zu schaffen.

Die anhaltende Trockenheit macht den Land- und Forstwirten zu schaffen.

Foto: OTZ

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Der Zufluss in den Bleilochstausee sinkt seit Tagen. Nur etwa zwei Kubikmeter pro Sekunde beträgt die Durchflussmenge aktuell am Pegel der Saale in Blankenstein. Seit Wochen regnet es nicht. Die Natur dürstet nach Wasser. Auf Niederschlag warten sehnsüchtig die Land- und Forstwirte.

Über die Hitze in den vergangenen Wochen stöhnten viele Menschen. Die Temperaturen sind zwar nun gesunken, der erhoffte Regen lässt aber noch auf sich warten.

Die Juni-Tage waren extrem heiß. So wurden zum Beispiel am 30. Juni in Jena 38,6 Grad gemessen. Hitzeperioden gab es aber schon immer. Erinnert sei an 1976. In jenem Jahr wurden am 7. Juli in Lobenstein 36,3 Grad gemessen. 34 Grad waren es am 3. August 1971. Im Hitzesommer 2003 wurden in der Kurstadt 21 Tage mit Temperaturen über 30 Grad registriert. Der Minusrekord des Wasserstandes der Saale am Blankensteiner Pegel ist am 10. Juli 1976 datiert. Der Durchfluss betrug nur 0,3 Kubikmeter pro Sekunde. Die Wasserqualität verschlechterte sich rapide. Es wurden mehrere Tiefenwasserbelüftungsanlagen installiert. Der Stausee drohte „umzukippen“, es roch nach Schwefelwasserstoff.

Liest man noch ältere Aufzeichnungen, finden sich Nachweise von extremen Trockenperioden. Beispielsweise sei der Sommer 1893 so heiß gewesen, dass in Schmiedebach viele Quellen und Brunnen versiegten. Wegen Sauerstoffmangel seien in der Saale unzählige Fische gestorben. Große Dürre herrschte im Jahr 1947. Die Ernte fiel schlecht aus und die schon mäßige Ernährungslage für die Bevölkerung in diesem Nachkriegsjahr verschärfte sich.

Zurück in die Gegenwart: Wärmerekorde zeichnete der Deutsche Wetterdienst für den Juni 2019 auf. Die Sonnenscheindauer erreichte mit 305 Stunden einen neuen Höchstwert. Die Niederschlagsmenge erreichte annähernd 40 Liter pro Quadratmeter und damit 28 Liter weniger als der Durchschnitt der vergangenen Jahre für den Juni.

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