Artenschutz

Zwei Mutterschafe bei Langenbuch gerissen

Zwei hochträchtige Mutterschafe sind auf dem Langenbucher Flur von einem Tier per Kehlbiss getötet worden.

Zurzeit wird untersucht, ob ein Wolf die Schafe gerissen haben könnte.

Zurzeit wird untersucht, ob ein Wolf die Schafe gerissen haben könnte.

Foto: Bernd Thissen / dpa

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Auf einer Weide bei Langenbuch sind vermutlich in der Nacht zu Sonnabend zwei Schafe gerissen worden. Die zwei hochträchtigen Tiere wurden am Sonnabendvormittag entdeckt. „Beide Schafe hatten einen Kehlbiss, eines war aufgerissen und die Weichteile herausgefressen“, beschreibt Jagdpächter Gerd Winkler aus Thierbach das Bild beim Auffinden. Die Schafsherde habe rund 15 Tiere gezählt.

Spurensuche durch Gutachterin

Daraufhin wurde das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz informiert, um zu prüfen, ob ein Wolf die beiden Tiere gerissen hat. Eine Rissgutachterin war wenige Stunden nach dem Auffinden vor Ort, machte Fotos und nahm Proben für eine DNA-Untersuchung.

Lutz Baseler, Pressesprecher beim zuständigen Landesamt, bestätigte den Tierriss. Das Rissgutachten schließe zurzeit jedoch einen Wolf als Verursacher aus. Das habe das Bissbild ergeben. „Gutachter können beim Bissbild unter anderem durch den Abstand der Zähne und wo der Biss angesetzt wurde sehen, ob es ein Wolf war“, sagte er. Auch das sogenannte Greifschema, die Art und der Winkel, wie die Schafe in die Kehle gebissen worden sind, passe nicht zu einem Wolf. Vorstellbar sei, dass die Schafe von einem wilden Hund oder einem Luchs getötet worden sind. Genaueres könnte die DNA-Analyse preisgeben, sollte diese verwertbar sein. Für eine verwertbare DNA-Analyse müsse die Probe innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Biss genommen werden. Das Ergebnis der DNA-Analyse könne in gut zwei Wochen feststehen.

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