276 Paare haben in Altenburg Ja gesagt

Altenburg.  Die Orangerie in Meuselwitz wird als Ort für Trauungen immer beliebter.

Bei der Hochzeitsmesse am 18. und 19. Januar in Gera konnten sich Heiratswillige Anregungen etwa fürs Brautkleid holen. Im vorigen Jahr wurden in Altenburg 276 Ehen geschlossen.

Bei der Hochzeitsmesse am 18. und 19. Januar in Gera konnten sich Heiratswillige Anregungen etwa fürs Brautkleid holen. Im vorigen Jahr wurden in Altenburg 276 Ehen geschlossen.

Foto: Sylvia Eigenrauch

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Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter Altenburgs Standesbeamtinnen. Das zeigt ein Blick auf die Jahresbilanz, die jetzt vorliegt.

Laut Statistik gab es 2019 insgesamt 276 Eheschließungen, im Jahr 2018 waren es 316 und in 2017 wurden 268 gezählt. Die Zahl der Geburten ist im Jahresvergleich nahezu konstant geblieben, sie lag 2019 bei 451, 2018 waren es 453, 2017 exakt 492.

Das Standesamt der Skatstadt ist im repräsentativen Pohlhofgebäude (Spalatinpromenade 8) untergebracht, dort heirateten die meisten Paare. Beliebte Orte für die Trauungen waren im Vorjahr in Altenburg zudem der Bachsaal und das Teehaus. Wachsender Beliebtheit erfreut sich die Orangerie in Meuselwitz.

Zu den Aufgaben der Altenburger Standesbeamtinnen zählen nicht nur Eheschließungen. So wurden im Vorjahr 451 Geburten beurkundet.

Mit einigen Überraschungen wartet die Vornamenstatistik des Altenburger Standesamtes für 2019 auf. Vor allem bei den Jungen tauchen allerlei ungewohnte Vornamen auf. Die beliebtesten Vornamen des Jahrgangs 2019 waren Emilia sowie Liam und Paul. Das geht aus den aktuellen Zahlen der Altenburger Behörde hervor. 2018 rangierten noch Mia und Ben in der Gunst der Eltern vorn.

Aus der Übersicht der 451 Geburten geht hervor, dass sieben Mädchen des Jahrgangs 2019 Emilia heißen und jeweils sechs Jungen Liam oder Paul. Bei den Mädchennamen belegen Emma (fünf Nennungen), Ella, Frieda, Lea, Leni, Lina und Mara (je vier) die folgenden Plätze. Weiter geht es mit Amelie, Emily, Ida, Lilly, Mathilda, Melina und Mila (drei Nennungen). Bei den Jungen liegen Liam und Paul mit jeweils sechs Nennungen vorn. Fünf Jungen des Jahrgangs 2019 heißen Ben. Finn wurde ebenfalls fünfmal vergeben, rechnete man Fynn noch hinzu, wären es sogar sechs. Ähnlich verhält es sich mit Oskar: Dieser Vorname wurde im Vorjahr viermal vergeben, zudem heißen zwei Neugeborene Oscar. Pepe und Theo bringen es ebenfalls auf vier Nennungen. Jeweils drei Knaben des Jahrgangs 2019 heißen: Benjamin, Karl, Miro, Moritz und Theodor. Carl und Karl brächten es zusammen auf ein Quintett.

Auch ausgefallene Vornamen wurden 2019 wieder vergeben. Die Altenburger Standesbeamtinnen weisen aber vorsorglich darauf hin, dass dem Einfallsreichtum der Eltern im Interesse des Kindes Grenzen gesetzt sind. Väter und Mütter, die für ihren Nachwuchs einen ungewöhnlichen Vornamen favorisieren, sollten sich daher noch vor der Geburt darüber informieren, ob er vergeben werden kann. E

ine Vornamensberatung gehört zum Service der Behörde, Ansprechpartnerin ist Petra Eperiesy. Noch ein Tipp: Wer für sein Kind einen Namen aussucht, der das Geschlecht nicht eindeutig verrät, dem wird empfohlen, noch einen zweiten Vornamen anzugeben, der etwaige Zweifel zerstreut.

Aufgaben der Standesbeamten sind vielfältig

Die Zahl der im Vorjahr beurkundeten Sterbefälle lag bei 1000 (2018 waren es 1070, 2017 ebenfalls 1000). Zu den in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommenen Aufgaben des Altenburger Standesamtes gehört auch die Beurkundung von Vaterschaftsanerkennungen, Erklärungen zur Namensführung von Kindern oder Ehegatten sowie Kirchenaustrittserklärungen und vieles mehr. Zudem werden Anträge auf Vornamens- und Familiennamensänderungen entgegen genommen, Personenstandsurkunden ausgestellt und die Personenstandsregister fortgeführt. red

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