Abriss und Neubau im Schwimmbad Altkirchen

Altkirchen.  Kurz vor der Winterpause wird noch intensiv gearbeitet, um alles für den Kindergarten vorzubereiten.

Für das alte Planschbecken wird hier bereits ein Nachfolger gebaut. Das soll bereits zur Saisoneröffnung im Mai fertig sein.

Für das alte Planschbecken wird hier bereits ein Nachfolger gebaut. Das soll bereits zur Saisoneröffnung im Mai fertig sein.

Foto: Andreas Bayer

Voller Genugtuung blickt Ortsteilbürgermeister Andy Franke (Wählervereinigung) täglich auf die Arbeiten im Freibad. Seit Montag läuft hier der Abriss für den Neubau eines Kindergartens. Das Kassenhäuschen ist bereits eingeebnet, die ehemalige Gaststätte sowie das Planschbecken sind noch zu erkennen. Dazu muss noch ein Teil der Vegetation entfernt werden, damit der Bau im kommenden Jahr ungehindert ablaufen kann.

„Es geht mit großen Schritten voran, heute wird der Boden des Planschbeckens betoniert“, so Franke. Im kommenden Frühling müssten dann nur noch die Folie verlegt und kleinere Pflasterarbeiten durchgeführt werden. Damit stehe einer erfolgreichen Freibad-Saison ab Mai nichts mehr im Wege, weil das

Kinderbecken traditionell der erste Anlaufpunkt sei. Das neue Becken wird eine etwas andere Form haben, aber etwa gleichgroß sein. Auch der Wasserpegel wird der gleiche sein wie beim Vorgänger – zwischen fünf und 40 Zentimeter tief. „Auch der Förderverein sieht es positiv, dass die ganze Planung nun unter Dach und Fach ist“, so Franke. Wünschenswert wäre allenfalls, dass man bis März erfahre, bis wohin das Gelände des Kindergartens reichen solle.

Eröffnung frühestens im Jahr 2022 möglich

Das dürfte trotz der vorläufigen Planung keine große Herausforderung darstellen. Die Planungsleistungen für Gebäude, Heizung-Lüftung-Sanitär sowie Elektroinstallation hat der Technische Ausschuss des Stadtrates am 7. Dezember in drei getrennten Losen vergeben. Weil im Stadtsäckel für dieses Jahr nur rund 210.000 Euro verfügbar sind, wurde die Gebäudeplanung lediglich für die Leistungsphasen eins bis fünf beauftragt. Die Phasen sechs bis neun werden erst in Auftrag gegeben, wenn der Haushalt für 2021 verabschiedet wurde, so Bauamtsleiter Reiner Erler.

Dennoch könne man über den Winter die Ausschreibungen für die Bauarbeiten vorbereiten. Aktuell geht er davon aus, dass schon im April die ersten Lose vergeben werden.

Das ist jedoch davon abhängig, ob der Stadtrat den Haushalt wirklich wie geplant am 14. Januar beschließen wird. Anschließend hat die Kommunalaufsicht vier Wochen Zeit, diesen zu prüfen, bevor er im Amtsblatt veröffentlicht werden kann. Vorher ist keine reguläre Ausschreibung möglich. Eine Inbetriebnahme des Kindergartens mit 70 Betreuungsplätzen sei jedoch erst für 2022 realistisch.

Die Kostenschätzung geht von einer Gesamtsumme in Höhe von 2,8 Millionen Euro aus, inklusive der Aufwendungen für Abriss, Planung und Außenanlagen. Das Entfernen der beiden Gebäude, des Beckens und der Bäume kostet rund 45.500 Euro. Der Neubau des Planschbeckens schlägt mit rund 33.280 Euro zu Buche. Bauamtsleiter Erler hat die Hoffnung, dass sich die Baupreise wieder entspannen könnten. Zuletzt habe man zumindest im Tiefbausegment keine Kostensteigerung erlebt.