Altenburg bekommt Millionen von Bund und Land

Altenburg.  Was mit den zusätzlichen Fördermillionen des Bundes für das Lindenau-Museum geschieht

Roland Krischke, Direktor des Lindenau-Museums.

Roland Krischke, Direktor des Lindenau-Museums.

Foto: Andreas Bayer

Große Freude wurde vor wenigen Tagen Museumsdirektor Roland Krischke zuteil. Bis zu zwei Millionen Euro zusätzlich pro Jahr kann er bis 2027 für das Lindenau-Museum einplanen, nachdem eine Lösung im Schlösserstreit gefunden wurde. „Mein Kopf raucht noch“, so seine erste Reaktion auf den Geldsegen.

„Der Wunschzettel sah anders aus. Mir wäre lieber, auch das Residenzschloss würde direkt davon profitieren“, sagt er. Als Leiter der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Altenburger Museen muss er seit Anfang Oktober auch für das Schloss eine Vision erarbeiten. Doch solange hier der Masterplan nicht fertig sei, werde sich auch der Bund mit Fördermitteln zurückhalten, so Krischke. Der Bund brauche immer einen konkreten Anlass, sich zu engagieren.

Auch der Tourismus soll profitieren

Nun müsse er sich erst mit der Staatskanzlei des Freistaats abstimmen, denn dieser muss in gleicher Menge die Fördermittel des Bundes ergänzen. Dann können die Millionensummen etwa in Provenienzforschung, Digitalisierung, Kulturvermittlung oder die Stärkung des touristischen Standortes investiert werden, so die Maßgabe.

Mögliche Projekte gebe es dem Museumsdirektor zufolge viele, etwa einen Container, der während des Umbaus im Lindenau-Museum die Touristen anzieht. Dabei könne man natürlich auch über das Residenzschloss informieren. „Wir kriegen das Geld schon unter“, so Krischke.