Altenburg: Durch Vernetzung zu mehr Geschäften

Altenburg/Taupadel.  Unternehmerstammtisch in Altenburg hat bereits 28 Mitglieder und trifft sich wöchentlich

Udo Hoffmann. Hausmeisterdienste Udo Hoffmann, Taupadel

Udo Hoffmann. Hausmeisterdienste Udo Hoffmann, Taupadel

Foto: Tina Puff

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Einmal die Woche, morgens um 7 Uhr, treffen sie sich im Altenburger Restaurant Brunello zum Unternehmerfrühstück und das seit einem guten Jahr. Die Mischung ist bunt: vom Rechtsanwalt, Steuerbüro, Handwerksunternehmen, Versicherer bis hin zu Architekten, Druckerei und Hausmeisterdienst. Derzeit gehören dem „Netzwerk Altenburg“ 28 Mitglieder an. Das Netzwerk gehört zum Business Network International (BNI).

BNI ist ein Unternehmernetzwerk für Geschäftsempfehlungen, das 1985 vom Unternehmensberater Ivan Misner in den USA gegründet wurde. Die Organisation sei politisch, religiös und weltanschaulich neutral und in 70 Ländern mit 9466 Unternehmerteams vertreten, heißt es auf ihrer Homepage. Der BNI ist ein Franchise-Unternehmen mit dem Ziel der Gewinnsteigerung für die Franchise-Teilnehmer.

Sinn und Zweck der Treffen ist es, „dass man sich untereinander Geschäfte zukommen lässt“, sagt Udo Hoffmann aus Taupadel vom gleichnamigen Hausmeisterdienst. Er ist seit der Gründung im Dezember 2018 Mitglied. „Empfehlungen aus dem Netzwerk heraus werden anders behandelt“, beschreibt Hoffmann. Die Empfehlungen haben eine höhere Wertigkeit, einen höheren Stellenwert, weiß er aus Erfahrungen. Er beschreibt seine Mitgliedschaft als „persönlich wichtig. Für meine persönliche Entwicklung ist das ,Netzwerk Altenburg’ sehr wertvoll. Durch die Kontakte zu anderen konnte ich dazulernen. Was und wie machen es die anderen, kann ich das auch.“

Das wöchentliche Treffen ist verbindlich, so steht es auch in den Regularien der Dachorganisation BNI. Wer verhindert ist, muss sich vertreten lassen. Empfehlungen und Umsätze innerhalb des Netzwerkes müssen sichtbar gemacht werden. 2019 hat das Netzwerk Altenburg einen Umsatz von über einer Million Euro verzeichnet.

Dass das Netzwerk Altenburg nicht nur im eigenen Umfeld tätig ist, zeigt das Beispiel der Druckerei zu Altenburg, wie Hoffmann erzählt. „Das 425 Jahre alte Unternehmen suchte nach Kontakten zur Bundesliga. Durch die Vernetzung untereinander innerhalb der BNI kam es dann auch zu einer Kontaktaufnahmen zur ersten und zweiten Fußball-Bundesliga“, erklärt Hoffmann.

Für eine Mitgliedschaft, die immer nur für ein Jahr gilt, muss man sich bewerben. Ein Führungsteam entscheidet dann darüber. Ist das Jahr rum, muss man sich ebenfalls neu bewerben. Im Netzwerk herrscht jedoch Branchenexklusivität. Das heißt, jede Branche darf nur einmal vertreten sein, erklärt Hoffmann abschließend.

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