Altenburg: Stadtmensch-Festival verschoben

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Das Stadtmensch-Festival Altenburg soll richtig gefeiert werden und nicht in einer abgespeckten Variante.

Das Stadtmensch-Festival Altenburg soll richtig gefeiert werden und nicht in einer abgespeckten Variante.

Foto: archiv jens paul taubert

Altenburg.  Zwischen 23. und 26. September soll nun gefeiert werden.

Im Sinne eines echten Festivals statt einer Notlösung auf Sparflamme verschiebt die Stadtmensch-Initiative ihr Festival von Anfang Juni auf Ende September dieses Jahres.

Auch wenn es keine leichte Entscheidung war, die die Stadtmensch-Initiative nun fällen musste, fiel sie letztlich doch einstimmig: Das Festival wird noch einmal verschoben. Aus dem 3. bis 6. Juni wird der 23. bis 26. September.

Festival lebt von Interaktion

„Wir haben uns intensiv innerhalb unseres Netzwerks ausgetauscht, nach Alternativen gesucht, die trotz Corona im Juni auf jeden Fall machbar wären, aber nichts davon hat uns wirklich überzeugt“, fasst es Projektkoordinatorin Anja Fehre zusammen. Denn „ein bisschen Festival“, eine kontaktarme, sehr reduzierte Variante entspräche einfach nicht dem, wofür Stadtmensch stehe.

Mit dem Umzug in den Spätsommer hoffen Festivalmanager Hannes Raetz und alle Akteure, möglichst viel vom umfangreichangedachten Programm durchführen zu können – und zwar möglichst normal und mit zahlreichen Gästen.

„Dieses Festival lebt von Interaktion, von Teilhabe und Austausch. Alles Dinge, die aktuell so nur sehr begrenzt möglich sind, aber Ende des Sommers hoffentlich wieder“, gibt sich Raetz optimistisch.

Bereits zahlreiche Zusagen

Beginnend mit dem Akademietag am 23. September, ist es das Ziel der nach 2018 zweiten Auflage des Stadtmensch Festivals, Akteure aus den Bereichen gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung und kreativer Stadtraumgestaltung eine Bühne und Diskussionsplattform zu bieten. Auch für den neuen Termin im September gibt es bereits zahlreiche Zusagen von stadtentwicklungsrelevanten Akteuren aus Politik,Verwaltung sowie Vereinen und Institutionen, die sich mit ihren Beiträgen an verschiedenen Formaten und Aktionen beteiligen wollen.

Verteilt über ganz Altenburg, werden Bürger dazu aufgerufen, die Stadt gemeinsam zu gestalten. Mit Aktionen wie dem Bauen einer Kartonstadt, kuriosen Stadtspaziergängen oder der„Kräuterlimosause“ im Kunstgarten wird das neue Modell der Quartiersentwicklung erprobt und der Bürger zum Akteur desWandels.

Dass auch etwas am „alten“ Termin im Juni stattfindet, diesen Wunsch hegen ebenfalls viele der Stadtmenschen. Was genau, dafür werden sie kreative, pandemiekonforme Lösungen finden.

Eines von vier Modellprojekten

Das Projekt Stadtmensch ist eines von vier Modellprojekten, welche durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie der Nationalen Stadtentwicklungspolitik in den Jahren 2018 bis 2021 zur Stärkung von Bürgerdialog und Stadtentwicklung gefördert werden. Ein Großteil der Projektmittel über knapp 700.000 Euro fließt in Bürgerprojekte. Die Leistungsfähigkeit des Altenburger Netzwerkes ist maßgeblich von ehrenamtlichem Engagement, Befähigung und agilen Arbeitsmethoden getragen.