Stellen in Altenburg für die nächsten acht Jahre gesichert

red
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Pfarrer Dietmar Wiegand im Pfarrhof von Weißbach.

Pfarrer Dietmar Wiegand im Pfarrhof von Weißbach.

Foto: archiv Andreas Bayer

Altenburg/Weißbach.  Pfarrer Dietmar Wiegand ist erster Stellvertreter der Superintendentin Kristin Jahn. Bis 2030 seien alle Stellen gesichert.

Kürzlich hat die Tagung der Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Altenburger Land stattgefunden. Zunächst wurde ein Stellenplan für die Zeit von 2022 bis 2030 beschlossen.

Nach einer fast dreijährigen Vorbereitungs- und Erarbeitungsphase und einem Anhörungsverfahren in allen Kirchengemeinden erfolgte in der Kreissynode die Vorstellung des Stellenplans durch die ehrenamtliche Vorsitzende Kirstin Köhler. Der Stellenplan wurde mit 25 Ja-Stimmen und 4 Nein-Stimmen angenommen.

„Wir sind dankbar und stolz, dass wir einen Stellenplan vorlegen konnten, der sozialverträglich und missionarisch zugleich ist. Damit sind die darin festgelegten (Pfarr-)Stellen perspektivisch für die nächsten acht Jahre gesichert. Und wir können den Blick auf das Wichtigste – unsere Arbeit mit den Menschen -- konzentrieren“, so Präses Mirko Weisser.

Halbe Stelle bei Klinikseelsorge neu

Wichtig sei gewesen, den Gemeinden vor Ort Sicherheit zu geben und weiterhin die klare Bezugsperson des zuständigen Mitarbeiters im Pfarramt zu erhalten und zugleich die nötigen Einsparungen zu vollziehen, indem Dienstbereiche neu aufgestellt und, bezogen auf den gesamten Kirchenkreis, verteilt werden. So werde die Notfallseelsorge ab 2022 durch einen Pfarrer für den ganzen Kirchenkreis abgedeckt werden können.

Der Stellenplan ermögliche, Beauftragungen für die Schulseelsorge am Christlichen Spalatin-Gymnasium Altenburg und für das Jugendpfarramt im Rahmen von jeweils 25 Prozent an Mitarbeiter zu vergeben. Neu hinzugekommen ist eine halbe Stelle im Bereich der Klinikseelsorge.

Ins Leben gerufen hat der Kirchenkreis das Gottesdienstinstitut Ostthüringen Liturgien fürs Leben als Arbeitsplattform für alle Haupt- und Ehrenamtlichen im Verkündigungsdienst. Es bietet mit einem Jahresprogramm Seminare, Werkstatttage und Fortbildungen im Bereich der Gottesdienstgestaltung und Wortverkündigung an.

Mit dem Beschluss über den Stellenplan beschreite der Kirchenkreis neue Wege mit Blick auf die Ausrichtung seiner Arbeit. Unter dem Titel Kasualagentur wird er zukünftig seine Angebote der Lebensbegleitung bei Geburt, Hochzeit, Trauung und Tod stärker für Kirchenferne bewerben.

„Schwellen niedrig halten und Angebote präsentieren"

„Die Kasualagentur nimmt jene Menschen in den Blick, die keinen direkten Kontakt zur Kirchengemeinde vor Ort, zum Pfarrer oder Gemeindekirchenmitgliedern haben. Wir wollen die Schwellen niedrig halten und die verschiedenen Angebote im Bereich der Trauerbegleitung und Lebensbegleitung bei Geburt und Hochzeit auf unserer neu entstehenden Website präsentieren“, so Superintendentin Kristin Jahn.

„Wenn Sie in den Urlaub fahren, schauen Sie sich ihre Ferienwohnung ja auch vorher schon mal an und schauen, was Sie da alles so machen könnten – genauso wollen Menschen sich gern im Vorfeld erkundigen, was alles im Rahmen einer von Pfarrern geleiteten Beerdigung, Hochzeit oder Taufe möglich wäre“, sagt Jahn.

Beschlossen hat der Kirchenkreis auch die Errichtung einer Entsendungsdienststelle, sodass eine Vikarin, die jetzt noch ihre Ausbildung im Pfarramt absolviert, eine Stelle vor Ort ab 2023 erhalten kann. Auch in dieser Stelle ist ein missionarisches Projekt enthalten.

Auf Vorschlag des Pfarrkonvents wurden die Stellvertreter der Superintendentin gewählt: als erster Stellvertreter Pfarrer Dietmar Wiegand, der bereits sechs Jahre dieses Amt innehatte, und als zweite Stellvertreterin Pfarrerin Ulrike Schulter.