Altenburger Land bis jetzt glimpflich davongekommen

Altenburg/Schmölln.  Sturm Sabine hinterlässt im Landkreis Altenburger Land kaum Spuren

Blick auf die 1000-jährige Eiche im Schmöllner Ortsteil Nöbdenitz, die den Orkan Sabine in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2020 schadlos überstanden hat.

Blick auf die 1000-jährige Eiche im Schmöllner Ortsteil Nöbdenitz, die den Orkan Sabine in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2020 schadlos überstanden hat.

Foto: Jana Borath

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Das Altenburger Land ist mit dem Schrecken davongekommen. Sturm Sabine hat von Sonntag auf Montag einen nur geringen Schaden im Landkreis Altenburger Land hinterlassen. Mirko Kolz, Stadtbrandmeister von Schmölln, spricht von zwei kleineren Einsätzen. Die Freiwillige Feuerwehr Schmölln wurde am Sonntag, gegen 22 Uhr, zu einem Einsatz kurz vor Nitzschka gerufen, hier war ein Baum auf die Straße gefallen. Am Montagmorgen galt es im Schmöllner Kemnitzgrund ein Zaunfeld zu beseitigen, das es aus der Verankerung geweht hatte.

In Ponitz und Umgebung ist derzeit der Bauhof unterwegs, sagte Marcel Greunke (CDU), Bürgermeister von Ponitz. Es sind nur kleinste Schäden. „Kleine Äste müssen von den Straßen gekehrt werden.“

Alarmbereitschaft aufgehoben

Kreisbrandinspektor Uwe Engert berichtet ebenfalls von einer recht ruhigen Nacht im Altenburger Land. Zu neun Einsätzen wurden die Feuerwehrleute ab Sonntagabend, gegen 18 Uhr, gerufen. Umgestürzte Bäume, zerborstene Fensterscheiben, verwehte Zäune waren die Aufgaben. Am Montagmorgen war bei allen Feuerwehren die Alarmbereitschaft vorerst aufgehoben.

René Toll, Stadtbrandmeister von Gößnitz, sagt, dass es zu keinen Einsätzen im Bereich seiner Feuerwehr gekommen sei. Man war aber natürlich in Bereitschaft.

Das Theater Altenburg Gera blickte mit Aufregung in die Nacht vom Sonntag zum Montag, sagt Medienreferent Toni Rack. „Die Firma, die das Zelt aufgestellt hat, hat zwar Erfahrungen, das ist nicht ihr erstes Zelt. Aber wir waren alle ein bisschen aufgeregt, gab es ja in der Zeit, seit das Theaterzelt steht, noch keinerlei Unwetter diesen Ausmaßes.“ Noch am Sonntag hatte man verschiedene Bannerfolien entfernt und nach lockeren Elementen geschaut, wie Rack sagt. Eine Vorstellung musste nicht abgesagt werden.

Die Goethe-Gesellschaft-Altenburg musste ihr Programm gestern allerdings ändern. Sturm Sabine machte dem Referenten Karl Koch einen Strich durch die Rechnung. Sein Zug fuhr nicht. Roland Krischke sprang ein und referierte zum Thema Goethe in Heidelberg. Die Veranstaltung „Spaziergang über den Historischen Friedhof von Weimar“ mit Karl Koch wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Bei der Deutschen Bahn kam es auch im Altenburger Land zu erheblichen Einschränkungen. Auch hier war der Nah- und Fernverkehr eingestellt worden, sagt Jörg Bönisch, Pressesprecher der Deutschen Bahn. Gegen 8 Uhr habe man auf einigen Strecken den Verkehr wieder aufgenommen. Bönisch verwies aber darauf, dass es auch über den gesamten Montag zu weiteren Einschränkungen und Ausfällen kommen kann.

Die Unwetterzentrale der meteoGroup stufte auf ihrer Internetseite die Unwetterlage bereits am Montagvormittag von rot auf orange für Sturm. So gilt zum Beispiel für Schmölln ab Montagnachmittag, 14 Uhr, bis Mittwoch, 0 Uhr, die Warnung vor zeitweisen weiteren Sturmböen mit 75 bis 95 Kilometer pro Stunde und in Schauernähe vereinzelt darüber. Ab Mittag wurde jedoch eine Unwetterwarnung orange für Gewitter hinzugefügt, in der vor Starkregen gewarnt wurde.

Bettina Model aus Schmölln, Leserin dieser Zeitung, bedankte sich gestern Morgen jedoch bei den Zeitungszustellern. Sie schreibt: „Dank an die Zeitungszusteller, die in der Nacht trotz der Wetterlage unterwegs waren. Sie sind jeden Tag für die Leser bei jedem Wetter und an Feiertagen unterwegs. Hier bei uns gab es keine Probleme in der Zustellung. Danke also an die Männer und Frauen, die in der Nacht zum Montag einiges riskiert haben.“

Gute Nachrichten kommen aus dem Schmöllner Ortsteil Nöbdenitz: Die 1000-jährige Eiche, seit vergangenem Sommer mit einer besonderen Stützkonstruktion versehen, hat Sturm Sabine in der Nacht schadlos überstanden.

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