Leben

Altkirchener Freibadbetreiber blickt auf durchwachsene Saison

Altkirchen.  Förderverein investiert in die Erweiterung des Spielplatzes im Freibad: Junge Familien sollen sich wohl fühlen dort.

Das Freibad Altkirchen ist in die Winterpause gegangen. Der Förderverein Attraktives Freibad hat indes ein arbeitsreiches Jahr 2020 vor sich.

Das Freibad Altkirchen ist in die Winterpause gegangen. Der Förderverein Attraktives Freibad hat indes ein arbeitsreiches Jahr 2020 vor sich.

Foto: Jana Borath

„Die Saison bei uns war eher durchwachsen“, sagt Roland Heinke. „Leider“, bedauert der Chef des Fördervereins Attraktives Freibad Altkirchen; die Organisation ist seit 2011 Betreiber der Freizeiteinrichtung. Dafür sei das Freibadfest ein voller Erfolg gewesen. „Alle Vereine im Dorf haben an einem Strang gezogen dafür.“ Gelungen ist, die Kontakte zum Sport- und Badverein Vollmershain enger zu knüpfen. Die Organisation ist seit diesem Jahr Träger des Freibades Vollmershain. „Wir wollen uns gegenseitig unterstützen“, sagt Heinke. Jetzt, im ruhigeren Winterhalbjahr wolle man sich intensiver über die künftige Zusammenarbeit unterhalten.

Was Heinke bemängelt sind die Auflagen, die der Gesetzgeber vorschreibt. „Für uns Ehrenamtliche wird das langsam erdrückend“, verdeutlicht der Vereinschef. Fast wäre daran sogar das diesjährige Freibadfest gescheitert. Unter anderem war der Förderverein verpflichtet, Sicherheitspersonal zu engagieren. „Das hätte unsere finanziellen Möglichkeiten weit überschritten“, so Heinke weiter. Gelöst wurde das Problem, indem man selbst ein Team von Ordnern stellte.

Ein Problem ist nach wie vor der Sprungturm im Freibad. Seit Sommer darf dort nicht mehr aus drei Meter Höhe gesprungen werden, da die Wassertiefe des Beckens keine 3,40 Meter erreicht. Um das Sportgerät nicht ganz abschreiben zu müssen, wollen die Altkirchener unterhalb am Turm eine Plattform anbringen, von der aus die Gäste ins Wasser springen können. Angebracht wird diese in Höhe von weniger als einem Meter, damit es keine Probleme mit den gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich der Beckentiefe gibt. 2020 werden ein neuer Sandkasten sowie eine Schaukel den kleinen Spielplatz im Freibad erklärt. „Wir wollen uns mehr auf die Bedürfnisse junger Familien ausrichten“, sagt Heinke. Generell sei es nötig, mehr Jugendliche für das Engagement im Freibad zu begeistern. „Es gibt ehrenamtliches Engagement. Doch werden wir auch nicht jünger. Wir brauchen Verstärkung.“ Zumal einiges ansteht vor den Toren des Freibades: Direkt dort soll der neue Kindergarten im Ort gebaut werden. Das bedeutet, dass mindestens der Eingangsbereich der Freizeiteinrichtung an eine andere Stelle verlegt werden muss.

Vorbereitet wird zudem der Führungswechsel an der Spitze des Fördervereins selbst. 2021 sind Neuwahlen des Vorstandes, dann will Heinke den Vorsitz abgeben. „Nach zehn Jahren kann man den Staffelstab abgeben. Ich habe das auf unserer jüngsten Sitzung bekannt gegeben“, berichtet der 68-Jährige. Weshalb jetzt die Einarbeitung eines möglichen Nachfolgers beginnt.

Die Finanzierung des Freibadbetriebes fußt auf mehreren Säulen. Zum einen gibt die Stadt jährlich 15.000 Euro dafür. Zum anderen verbucht der Förderverein Einnahmen aus Werbetafeln sowie Beiträgen seiner 85 Mitglieder. Auf diese Weise kommen rund 4000 Euro jährlich zusammen. Weiteres Geld nimmt der Verein über Spenden und Eintrittsgelder. Damit, so Heinke, könne man die Personalkosten für den Schwimmmeister deckeln und das Material finanzieren, was man für den Badbetrieb pro Saison benötigt. „Mehr“, so sagt er, „ist aber auch nicht drin.“

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