Bündnis 90/Die Grünen und Altenburger Kreisbauernverband schmieden Allianz

Redaktion
| Lesedauer: 2 Minuten
Gegen Flächenverbrauch und Bodenversiegelung: Bündnis 90/Die Grünen und Kreisbauernverband Altenburger Land haben eine Allianz beschlossen.

Gegen Flächenverbrauch und Bodenversiegelung: Bündnis 90/Die Grünen und Kreisbauernverband Altenburger Land haben eine Allianz beschlossen.

Foto: Thomas Beier/Symbolbild

Altenburg.  Politiker und Landwirte aus dem Altenburger Land wollen gemeinsam Bodenversiegelung und Flächenverbrauch stoppen.

Im Altenburger Land haben der hiesige Kreisbauernverband und der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen eine Allianz geschmiedet. Gemeinsam wollen sie gegen Flächenverbrauch durch Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen vorgehen.

„Das muss gestoppt werden.“ So lautet das Fazit eines Treffens von Grünen-Landessprecher Bernhard Stengele, Grünen-Kreissprecherin Ilona Jurk und dem Chef des hiesigen Kreisbauernverbandes, Tom Bauch. Ihr gemeinsamer Vorschlag: In Zukunft voranging auf Innenentwicklung beispielsweise von Brachflächen und leerstehenden Gebäuden sowie auf Baulückenschluss zu setzen, statt das Bauen „auf der grünen Wiese“ weiter zu fördern. „Für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung muss nach dem Prinzip ‘Innen vor Außen’ bebaut werden“, fordern Stengele, Jurk und Bauch.

Gründe dafür gebe es zahlreiche. So habe der Flächenverbrauch in Thüringen laut Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft zwischen 2015 und 2019 nahezu 44.500 Hektar betragen. Das sei mehr als die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche des Altenburger Landes. Erschreckend: Revitalisierung von Flächen spiele kaum eine Rolle, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung. Einig sind sich Stengele und Bauch: „Die Folge sind verheerend für Pflanzen, Tiere und Menschen, denen die natürliche Lebensgrundlage entzogen wird.“

Und weiter heißt es: Durch neue Siedlungs- und Verkehrsflächen würden Landschaften zersiedelt und Lebensräume für Tiere und Pflanzen eingeschränkt. Die Versiegelung von Flächen sei einer der Hauptgründe für das Artensterben. Zusätzlich seien die Auswirkungen auf das Klima und den natürlichen Wasserhaushalt verheerend.

Tom Bauch: „Die Versiegelung hemmt zudem auch den Gasaustausch des Bodens mit der Atmosphäre. Das Grundwasser kann nicht durch Regenwasser aufgefüllt werden. Ebenso kann kein Wasser verdunsten, so dass keine Verdunstungskälte abgegeben wird. Und besonders Asphalt heizt sich durch Sonneneinstrahlung großflächig auf, was zu einer Erwärmung der Umgebung führt“.