„Da liegt Arbeit ohne Ende!“

Dobitschen.  3 Fragen an Bernd Franke, Bürgermeister von Dobitschen

Bernd Franke, Bürgermeister von Dobitschen (parteilos).

Bernd Franke, Bürgermeister von Dobitschen (parteilos).

Foto: Andreas Bayer

Das Wasserschloss im Zentrum von Dobitschen war einstmals der ganze Stolz des Dorfes. Doch seit vielen Jahren verkommt es zum Schandfleck, weil der im vorigen Jahr verstorbene Eigentümer es nach dem Erwerb durch die Treuhand verfallen ließ.

Die Erbengemeinschaft hat sich inzwischen einen Eindruck vom Zustand der maroden Immobilie gemacht, wurde von Bürgermeister Bernd Franke (parteilos) empfangen.

Welchen Charakter hatte der Besuch der Erbengemeinschaft?

Das war ein informativer Spaziergang über das Gelände. Den Schlüssel hatten sie nicht mit, darum haben wir uns ausschließlich draußen aufgehalten. Wir haben auch Zuarbeit geleistet und ihnen den Kontakt zur Sachbearbeiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde vermittelt. Doch nach meinem Kenntnisstand haben sie sich dort bislang noch nicht gemeldet.

Hat sich durch den Vor-Ort-Termin etwas an den Aussichten zur Rettung der Bausubstanz oder einem möglichen Verkauf etwas verändert?

Wir haben keine neuen Erkenntnisse gewonnen, daher hat sich für uns als Gemeinde erstmal nichts geändert. Selbst wenn man uns das Grundstück für einen symbolischen Euro überlassen würde, hätte die Gemeinde gar nicht das Geld dazu, irgendetwas zum Erhalt der Gebäude überhaupt in die Wege zu leiten.
Danach aber sieht es nach unserer Einschätzung aber auch gar nicht aus.

Wie dringend müsste denn etwas gemacht werden?

Das Dach ist in Teilen undicht, der Turm in schlechtem Zustand, auch der Wassergraben müsste dringend angegangen werden, um einen gleichmäßigen Wasserstand wieder zu erreichen. Überall klaffen Risse im Dach und an der Fassade, Fenster fehlen auch. Da liegt Arbeit ohne Ende!