Vermischtes

Das Postersteiner Museum wird zum Adventhaus

Posterstein.  Besucher sind eingeladen, gedanklich in fernen Ländern zu verweilen. Museum wartet mit Begleitprogramm für Salonliebhaber und Ferienkinder auf.

Mit seiner Krippenausstellung widmet sich das Museum Burg Posterstein in diesem Jahr Bräuchen und Traditionen aus Süd-, Mittel- und Nordamerika. Da darf eine Piñata nicht fehlen. In Mexiko regnet es aus dem bunt geschmückten Tongefäß an Weihnachten Süßigkeiten.

Mit seiner Krippenausstellung widmet sich das Museum Burg Posterstein in diesem Jahr Bräuchen und Traditionen aus Süd-, Mittel- und Nordamerika. Da darf eine Piñata nicht fehlen. In Mexiko regnet es aus dem bunt geschmückten Tongefäß an Weihnachten Süßigkeiten.

Foto: Jana Borath

Im Humboldt-Jahr 2019 bleibt das Museum Burg Posterstein diesem Thema treu und wird in der Vorweihnachtszeit zum lateinamerikanischen Adventhaus. Direkt nach der Sonderschau „Von Schönhaide nach Südamerika“ sind die Besucher eingeladen, gedanklich in Süd-, Mittel- und Nordamerika zu verweilen: Denn Krippen von dort bilden den Schwerpunkt der diesjährigen Adventsausstellung.

Viele südamerikanische Weihnachtsbräuche haben ihren Ursprung in der Zeit der spanischen Eroberung im 15. und 16. Jahrhundert. Die dort vorhandenen Hochkulturen – darunter Azteken, Maya und Inka – wurden gewaltsam unterdrückt und christianisiert. Die Elemente der indigenen Kulturen spiegeln sich bis heute in den dortigen Weihnachtsbräuchen. „Die Krippen, die wir diesmal zeigen, sind Zeugnisse regionaler Kulturgeschichte“, so Kuratorin Petra Nienhold.

Viele der in der Ausstellung gezeigten Weihnachtskrippen sind leuchtend bunt, manche befinden sich in Kürbissen, sehr kleinen Flaschen oder Streichholzschachteln. Wieder andere zeigen Maria, Josef und das Jesuskind in einem indianischen Holzboot. Zu sehen sind unter anderem Krippen aus Mexiko und Retablos – das sind aufklappbare und kunstvoll gestaltete Figurenkästen – aus Peru. Von dort stammt auch jene Arbeit, die ganz neu im Postersteiner Krippensortiment und eines der Hauptausstellungsstücke der aktuellen Schau ist: Die Künstlerkrippe „Zuneigung“ von Vidal Cutiérrez Cordero.

Die Krippensammlung des Museums geht auf die Privatsammlung von Jürgen P. Riewe und seiner Frau Carolin aus Hannover zurück, die ihre Sammlung 1994 dem Museum übergaben. 2013 kam eine zweite, umfangreiche Krippensammlung dazu – ebenfalls gestiftet von einer Sammlerin aus Hannover. Damit erweiterte sich der Bestand des Hauses auf über 500 Positionen, der 2018 um eine Sammlung von Adventskalendern und 2019 mit erzgebirgischen Räuchermännchen und Pyramiden per Schenkungen erweitert wurde. Das Museum selbst kaufte in diesem Jahr einige südamerikanische und spanische Krippen an.

Die Postersteiner Krippensammlung zeigt damit die ganze Vielfalt der Darstellung der Geburt Christi. So stehen Krippen aus Israel neben farbenfrohen Exemplaren der Indios aus Südamerika, Holzkrippen aus dem Bayrischen oder dem traditionsreichen Erzgebirge neben tschechischen oder österreichischen Strohkrippen, afrikanische Holzkrippen neben deutschen Zinnkrippen, das Retablo neben der Nussschale oder die peruanische Keramikkrippe neben der polnischen Tragekrippe.

Die aktuelle Schau ist bis 12. Januar 2020 zu sehen, begleitend wird am 14. Dezember, 11 bis 18 Uhr zu „Weihnachten im Salon – der alternative Weihnachtsmarkt in der Burg Posterstein“ sowie am 21. Dezember bis 5. Januar zum Ferienprogramm „Schäfchenzählen“ eingeladen.

Aktuelle Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr, Wochenende/Feiertag von 10 bis 17 Uhr

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