Meine Meinung

Das, was bleibt

Das Buch „Schmölln im Umbruch“ zeigt eindrucksvoll, wie sich Schmölln seit der Wende verändert hat.

Katja Grieser, Redaktionsleiterin Greiz, Schmölln und Zeulenroda

Katja Grieser, Redaktionsleiterin Greiz, Schmölln und Zeulenroda

Foto: Peter Michaelis

Aktuell sind Erinnerungen in aller Munde. 30 Jahre nach dem Mauerfall schauen wir zurück. Und wir machen das gern. Viele denken gern an die Wendezeit zurück, als mit einem Schlag alles anders wurde. Viele Hoffnungen waren damit verknüpft, aber auch so manche Ängste. Rückblickend ist klar, dass beides berechtigt war.

Sich zu erinnern, ist wichtig. Denn nur so lernen wir das zu schätzen, was wir haben. Wenn man das Buch „Schmölln im Umbruch“ durchblättert, sieht man deutlich, wie sich die Stadt zum Positiven verändert hat. Vieles wäre ohne die Wende nicht möglich gewesen. Doch es wird auch klar, dass es nicht ohne Verluste, ohne Abschied geht, Beispiel Kulturhaus Esse. Das ist normal und kein Phänomen, das nur die Knopfstadt betrifft.

„Schmölln im Umbruch“ dokumentiert eine Zeit, in der sich vieles verändert hat, mitunter so rasant, dass das Alte schnell in Vergessenheit geraten ist oder man es im Alltagsstress sogar verdrängt hat.

Die Autoren Johannes Fabian und Antje Beyer wussten das. Ihr Werk sorgt dafür, dass die Erinnerung zurück kommt. Die Neuerscheinung hilft den Schmöllnern, sich die Veränderungen in ihrer Stadt vor Augen zu führen. Sie ist quasi ein Handbuch der Erinnerung.

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