Dem Kater Wasser und ein deftiges Frühstück geben

Altenburg.  Oberärztin Nicole Abt erklärt, was im Körper abläuft, wenn man zu viel Alkohol getrunken hat. Und sie gibt Tipps für den Tag danach.

Nicole Abt, leitende Oberärztin der Notaufnahme im Klinikum Altenburger Land.

Nicole Abt, leitende Oberärztin der Notaufnahme im Klinikum Altenburger Land.

Foto: Carsten Schenker

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Die Faschingssaison hat ihren Höhepunkt erreicht. Die Narren feiern ausgelassen und dazu gehört für viele auch der Genuss von Alkohol. Und das führt manchmal dazu, dass es den Feierwütigen am Tag nach der Party richtig dreckig geht. Wir sprachen mit Nicole Abt, leitende Oberärztin der Notaufnahme im Klinikum Altenburger Land, über den Kater und wie man ihn wieder los wird.

Warum bekomme ich nach zu viel Alkohol einen Kater?

Zu den allgemein bekannten Kopfschmerzen bei einem Kater können unter anderem auch noch Übelkeit, Erbrechen und Magenprobleme hinzukommen. Die Ursachen dafür liegen im Wassermangel begründet. Der Alkohol fördert die Entwässerung und stört so den Elektrolythaushalt des Körpers. Hier wirken sich auch die Stoffe aus, die beim Abbau des Alkohols entstehen. Wenn man gleichzeitig noch raucht, verstärkt dies den späteren Kopfschmerz.

Was passiert da genau in meinem Körper?

Der Alkohol hat dem Körper Wasser entzogen. Grund dafür ist die durch den Alkohol gehemmte Ausschüttung des Hormons Vasopressin im Hypothalamus. Das ist eine wichtige ‘Schaltzentrale’ in unserem Gehirn, die unter anderem auch den Wasser- und Salzhaushalt und den Blutdruck koordiniert.

Wie schafft es der Körper, dass es mir wieder besser geht?

Der Körper versucht, den Elektrolythaushalt wieder auszugleichen. Dies spürt man in einem starken Durst, dem man unbedingt mit alkoholfreien Getränken nachgeben sollte.

Was kann ich tun, um dem Körper zu helfen?

Die Vorbeugung beginnt, indem man nicht zu viel Alkohol trinkt. Zwischendurch ein Glas Wasser zu trinken, hilft, dass der Körper nicht zu stark entwässert. So bleibt das Blut dünnflüssig und das Risiko, am nächsten Morgen mit einem Kater aufzuwachen, sinkt. Wer befürchtet, morgens mit einem Kater aufzuwachen, sollte vor dem Schlafengehen noch ein großes Glas Wasser trinken. Das Gleiche gilt für den nächsten Morgen, denn da hilft vor allem viel Wasser. Am besten trinkt man stilles Wasser, das den Magen nicht noch mehr reizt. Auch Fruchtschorlen sind gut geeignet, um den Mineralstoffgehalt aufzufüllen.

Dazu kann auch ein deftiges Katerfrühstück beitragen. Als Katerfrühstück eignet sich fett- und eiweißreiche Kost. Hier empfehlen sich nährstoffreiche Lebensmittel, um den Elektrolythaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Wer jedoch unter Übelkeit leidet, sollte zunächst auf Nahrung verzichten und besser auf einen Kräutertee zurückgreifen.

Bewegung an frischer Luft hilft auch gegen Kater. Der Kreislauf wird durch die Bewegung aktiviert und Regenerationsprozesse laufen besser ab.

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