„Der Religionslehrer“ feiert Premiere in Altenburg

Altenburg.  Eine deutschsprachige Erstaufführung wird im Altenburger Theaterzelt dargeboten. Hochaktuell, allerdings ist es keine leichte Kost.

Vorne Thomas C. Zinke als Direktor und Rebecca Halm als Mara, in der Mitte Ines Buchmann als Mutter und Nolundi Tschudi als Anca, hinten Johannes Emmrich als Lehrer

Vorne Thomas C. Zinke als Direktor und Rebecca Halm als Mara, in der Mitte Ines Buchmann als Mutter und Nolundi Tschudi als Anca, hinten Johannes Emmrich als Lehrer

Foto: Ronny Ristok / Theater Altenburg Gera

Kommende Woche erfolgt im Theaterzelt Altenburg eine Premiere. Als deutschsprachige Erstaufführung wird das Schauspiel „Der Religionslehrer“ der rumänischen Dramatikerin Mihaela Michailov auf die Bretter gebracht. Das Stück ist eine kaleidoskopische Suche nach der Wahrheit. Mit ihrer Thematik der sexuellen Belästigung und körperlichen Emanzipation ist das Drama angesichts der #MeToo-Debatte dicht am Puls der Zeit.

Es beschäftigt sich auf eindringliche Weise mit der Frage nach den Grenzen zwischen Berührung und Übergriff, zwischen angemessener Untersuchung und haltlosen Beschuldigungen und wie diese festzustellen und zu prüfen sind. „Der Religionslehrer“ war ein Auftragswerk des Theatrul Naţional „Marin Sorescu“ Craiova, mit dem das Schauspiel bereits die Inszenierung „Clowns“ (Premiere in Gera am 5. Juni 2020) in Kooperation produziert hat. Regie führt Matthias Thieme. Bühne und Kostüme werden von Heike Mondschein entworfen. In den Rollen spielen Johannes Emmrich als Lehrer, Rebecca Halm als Mara sowie Nolundi Tschudi, Ines Buchmann und Thomas C. Zinke als Schüler, Lehrer, Eltern und Talkshowgäste.

Gestreichelt oder berührt?

Die Handlung ist dabei folgende: Nachdem ihre Klasse über das Thema Wahrheit im Religionsunterricht diskutiert hat, erzählt Mara, der Religionslehrer habe sie am Knie gestreichelt. Oder hat er sie nur berührt? Will sich die junge Schülerin wichtigmachen oder lügt der Lehrer, um sich aus der schwierigen Situation zu retten? Zwar haben Mitschüler die beiden gemeinsam auf dem Gang stehen sehen, doch niemand hat genau beobachtet, was vorgefallen ist. Schnell schalten sich Maras besorgte Mutter und der Schuldirektor ein. Und Mara weiß bald selbst nicht mehr, was sie glauben soll und wie sie sich erinnern darf.

Premiere am 26. Januar um 18 Uhr im Theaterzelt Altenburg. Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) oder 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de

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