Die Probleme stehen in der Tür

Andreas Bayer

Andreas Bayer

Foto: Peter Michaelis

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Die Gesundheitspolitik ist ein Minenfeld, mit mehr Baustellen als man auf den ersten Blick erfassen kann. Daher wurden die enormen qualitativen Unterschiede in der Versorgung von Kassen- gegenüber Privatpatienten nicht einmal angesprochen. Immerhin kurz gestreift hat man das Problem mit der überwiegend miserablen Bezahlung der Pflegekräfte. Letztlich konnte sich aber keiner der Anwesenden dazu durchringen, eine Verstaatlichung der Pflegebranche zu fordern, welche die Moderatorin forsch ins Spiel brachte.

Ihr Fazit zum Ende der Diskussionsrunde: „Es ist definitiv noch Luft nach oben“ klang allerdings wie Hohn. Die Herausforderungen zeichnen sich nicht mehr nur drohend am Horizont ab, sie stehen schon in der Tür. Bereits jetzt haben fast alle Kliniken Probleme, Ärzte zu finden und die Leistungen am Patienten auch erstattet zu bekommen. In 20 Jahren wird jeder dritte Einwohner des Landkreises im Rentenalter sein, was eine massive Änderung der medizinischen Versorgungslandschaft mit sich bringen muss. Die Digitalisierung ist kein Allheilmittel, aber ein zentraler Baustein, will man die Medizin weiterhin zu den Menschen bringen. Dazu gehören verlässliche und auskömmliche Rahmenbedingungen, außerdem ein Abbau der Bürokratiehürden. Leider hat der Gesundheitsminister das noch nicht erkannt.

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