Meine Meinung

Ein Hoch auf das Handwerk

Jana Borat über Meister, die zu oft Alleskönner sein müssen.

Jana Borath

Jana Borath

Foto: Peter Michaelis

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was wären Denkmalbesitzer oder Schlossherren ohne Handwerker? Ganz schön aufgeschmissen.

Die Fachleute verstehen ihre Arbeit, sind erfindungsreich, wenn es um die Verknüpfung von Alt und Neu geht. Sie arbeiten mit Liebe zum Detail, sie nehmen zeitraubende Filigranarbeit und aufwendige Vorbereitungen in Kauf, damit am Ende alles passt. Kein Wunder also, wenn Uwe Strömsdörfer, Museumschef im Altenburger Residenzschloss, so froh ist über den guten Draht nach Greiz. Der Familienbetrieb Schenderlein existiert in vierter Generation.

Dabei gehört der Kachelofenbauer zu den aussterbenden Handwerksberufen. Mario Schenderlein setzt mit seiner Arbeit die Familientradition des Greizer Unternehmens zwar fort, weshalb es 2021 sein 100-jähriges Bestehen feiern kann. Doch die Lücke in seiner Branche wird seit Jahren größer.

Warum das so ist, kann man an den Schenderleins beispielhaft festmachen. Der junge Firmenchef erhält seinen Betrieb inzwischen als Alleinmeister am Leben. Er ist Handwerker, Büroangestellter und Arbeitsorganisator in einer Person. Vielsagend ist ebenso die Tatsache, dass es für Ofenbauer in ganz Ostdeutschland nur eine einzige Berufsschule gibt. Und die befindet sich in Sömmerda.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.