Fasten ist mehr als nur abnehmen

Die Heilpraktikerin Angela Kresse informierte in der Volkshochschule Altenburg mit ihrem Lebensgefährten Jens Gentsch über die Welt des Fastens.

Die Heilpraktikerin Angela Kresse informierte in der Volkshochschule Altenburg mit ihrem Lebensgefährten Jens Gentsch über die Welt des Fastens.

Foto: Philipp Brendel

Altenburg. Migräne, Gliederschmerzen, Schlafstörungen: Die Gesellschaftskrankheiten der heutigen Zeit. Vieles sei einfach nur Kopfsache – oder doch eher eine Sache des Magens? Die Heilpraktikerin Angela Kresse informierte am Montag in der Volkshochschule zusammen mit ihrem Lebensgefährten Jens Gentsch über die Welt des Fastens.

Das traditionelle Fasten beginne zu Aschermittwoch und dauere 40 Tage an. Im medizinischen Bereich habe sich schon Sebastian Kneipp mit seinen Heilbädern und Fastenkuren einen Namen gemacht, erklärt Kresse, die in Großröda und Altenburg Naturheilpraxen besitzt. Kresse habe 30 Jahre Berufserfahrung als Apothekerin, bis sie die Naturheilkunde für sich entdeckt: „Man kann noch was anderes machen als die Schulmedizin. Vieles kann durch naturheilkundliche Mittel behoben werden.“

Gesunden Umgang mit Körper fördern

Allgemein könne unter Fasten der Verzicht auf Nahrung bezeichnet werden. Stattdessen werde viel Wasser und Tee getrunken. Ein gerne gesehenes Resultat sei das Abnehmen durch das Fasten, was jedoch nur ein Nebeneffekt sei. Im Vordergrund stehe es, das Verdauungssystem zu entlasten, so Angela Kresse: „Es ist eine Selbstreinigung des Körpers, bei der Giftstoffe ausgeführt werden.“ Dabei könne schon eine Woche fasten hilfreich sein. Jens Gentsch verweist auf die Möglichkeit, durch Fasten generell zu entspannen und gesünder mit dem Körper umzugehen sowie sich ausgewogener zu ernähren: „Wie wir in den letzten 70 Jahren gelebt haben, ist nicht natürlich.“ Das Fasten könne als eine Art Kopfhygiene verstanden werden.

Angela Kresse bietet einmal im Jahr eine Fastenreise nach Posterstein an. Bei der wird in einer kleinen Gruppe gemeinsam gefastet, aber auch Sport gemacht und gewandert, so Kresse: „Bewegung ist beim Fasten sowieso ganz wichtig.“