Festvortrag über Barbarossa in Altenburg

Altenburg.  Die Barbarossa-Stiftung lädt am Mittwoch ins Residenzschloss nach Altenburg ein.

Das Gelände des Residenzschlosses in Altenburg.

Das Gelände des Residenzschlosses in Altenburg.

Foto: Katja Grieser

Zu einem Vortrag mit Professor Christof Paulus aus München wird am Mittwoch, 16. September, 19 Uhr, in den Festsaal des Residenzschlosses in Altenburg eingeladen.

Er spricht zu „1180 – Barbarossa, Bayern und die Ordnung des Reiches“. Es ist eine öffentliche Veranstaltung der Barbarossa-Stiftung Altenburg in Zusammenarbeit mit der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg und dem Residenzschloss. Der Eintritt ist frei. Die gängigen Hygieneregeln müssen beachtet werden.

Geschichtsvermittlung im Fokus

Die 2015 gegründete Barbarossa-Stiftung konnte in den vergangenen Jahren beachtliche Aktivitäten im Bereich der Geschichtsvermittlung entfalten. Die 840. Wiederkehr der Belehnung Otto von Wittelsbachs mit dem Herzogtum Bayern durch Friedrich I. Barbarossa, die auf dem Altenburger Schloss stattfand, bietet nunmehr den Anlass zu einem Festvortrag über dieses hochwichtige Ereignis und seine Folgen, den Christof Paulus aus München halten wird.

Zum Festvortrag

Am 16. September 1180 setzte Kaiser Friedrich I. Barbarossa den Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach als Herzog von Bayern ein. Der „Akt von Altenburg“ wurde zu einer der nachhaltigsten Maßnahmen des Staufers überhaupt. 738 Jahre waren die Wittelsbacher mit der Geschichte Bayerns verbunden – als Herzöge, Kurfürsten, zuletzt als Könige. Eine vergleichbare Kontinuität gab es nur in Sachsen.

Doch was bewegte Barbarossa damals? Warum Wittelsbach? Was lässt sich reichsgeschichtlich aus dem Ereignis folgern? Diesen Fragen geht der Vortrag nach, um letztlich zu einer Würdigung des Altenburger Ereignisses für die hochmittelalterliche Geschichte des Reiches zu gelangen.

Christof Paulus studierte Geschichte, Deutsch, Griechisch und Latein in München und Rom. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus der Bayerischen Geschichte und außerplanmäßiger Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität/Abteilung Mittelalterliche Geschichte. Er wurde promoviert über das mittelalterliche Pfalzgrafenamt.

Dracula als Forschungsthema

Sein Forschungsschwerpunkt liegt neben der Reichsgeschichte des 12. und 15. Jahrhunderts in der Edition mittelalterlicher Quellen. Zudem beschäftigt er sich mit Vlad dem Pfähler, dem Woiwoden der Walachei, besser bekannt unter dem Namen Dracula.

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