Geldsegen nicht für jedes Vorhaben

Für den Landkreis Altenburger Land werden rund 865.000 Euro vom Bund für den Ausbau von Kindertageseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Für den Landkreis Altenburger Land werden rund 865.000 Euro vom Bund für den Ausbau von Kindertageseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Altenburg.  Im Juni 2020 hat die Bundesregierung ihr Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket verabschiedet. Für den Landkreis Altenburger Land werden rund 865.000 Euro für den Ausbau von Kindertageseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich stellt das Land Thüringen um die 96.000 Euro als Förderung bereit.

Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Altenburger Land stimmte nun in seiner jüngsten Sitzung einer Prioritätenliste zu, mit der der Investitionsbedarf der Kindertagesstätten des Landkreises nach Dringlichkeit gewichtet wurden.

Mit den Bundes- und Landesförderungen könnten allgemein Erweiterungen, Um- und Neubauten sowie Ausstattungen von Kindertageseinrichtungen mit einer bis zu 90-prozentigen Förderung umgesetzt werden. Insgesamt seien in der Prioritätenliste zehn Projekte aus sechs Gemeinden mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 2.099.000 Euro aufgeführt worden.

Wichtigste Projekte sollen zu 90 Prozent gefördert werden

Für die dringlichsten Maßnahmen sei eine Förderquote von 90 Prozent vorgesehen, informiert Frank Tanzmann, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses: „Neue Kita-Plätze zu schaffen, aber auch zu erhalten, ist unser Ziel.“

Von der Förderung könnten Baumaßnahmen in der Kindertagesstätte Pusteblume in Altenburg, in den Kindergärten in Jonaswalde und Thonhausen sowie in Meuselwitz profitieren. Dabei nehme das Bauvorhaben der Kindertagesstätte Pusteblume in Altenburg mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 367.155 Euro den größten Posten ein. Durch einen Neubau sollen hier 35 zusätzliche Kindertagesplätze geschaffen werden. Auch in der Kindertagesstätte Jonaswalde sollen sechs weitere Plätze entstehen.

Neben diesen vier geförderten Maßnahmen, konnten sechs weitere Vorhaben nur teilweise oder gar nicht für eine Förderung empfohlen werden und von einer finanziellen Unterstützung profitieren. Wenn die Bundesmittel ausgeschöpft seien, würde den Einreichern dieser Vorhaben empfohlen, sich für mögliche Landesinvestitionsprogramme anzumelden.