Gera: Auf Kruste und Krume geprüft

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Gera.  Elf von 29 Betrieben der Bäckerinnung Ostthüringen ließen Brot und Brötchen auf Geschmack und Krume testen. Mit überraschenden Ergebnissen.

Viel zu tun: Prüfer Michael Isensee (links) bewertet an zwei Tagen unter den Augen im Beisein von Innungsobermeister Michael Möbius und anderen Bäckermeistern die 49 verschiedenen Brote und 28 Brötchensorten.

Viel zu tun: Prüfer Michael Isensee (links) bewertet an zwei Tagen unter den Augen im Beisein von Innungsobermeister Michael Möbius und anderen Bäckermeistern die 49 verschiedenen Brote und 28 Brötchensorten.

Foto: André Kühne

Insgesamt 49 Brotproben sowie 28 Brötchensorten von Bäckereien aus Weida, Greiz, Starkenberg, Gera, Löbichau, Schkölen, Wünschendorf und Linda nahm Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut ganz genau in Augenschein. Die Vielfalt überraschte selbst den gestandenen Prüfer.

So galt es, neben Mischbroten auch Roggenvollkornbrote, Dinkelbrote, Kartoffelbrot, Gerstenbrot, Walsnussbrot, Buchweizenbrot, Schwarzbierbrot, Nussbrot, Land- sowie Bauernbrote, Baguettebrot und sogar ein Veggie-Brot, das ohne Hefe auskommt, zu bewerten.

Bei den Brötchensorten gab es neben herkömmlichen Semmeln auch Roggen-, Mehrkorn-, Sonnenblumenkern-, Bärlauch-, Dinkel- und Kürbiskernbrötchen, um nur eine Auswahl zu nennen.

Für Prüfer Michael Isensee geht es bei der Prüfung nicht nur um eine krosse Kruste und den guten Geschmack. Vielmehr spielen Form und Aussehen, Lockerung und Krumenbildung, Struktur und Elastizität, Geruch und Geschmack eine Rolle.

Hohe Qualität aus der Region

Dass sich die Qualität der regionalen handwerklich hergestellten Backwaren sehen lassen kann, unterstreichen die Ergebnisse: 34 Brote und 21 Brötchen erhielten das Prädikat „Sehr Gut“; 13 Brote und sechs Brötchen schnitten mit dem Prädikat „Gut“ ab. Sechs Brote konnte sogar mit Gold prämiert werden, nachdem sie zum dritten Mal in Folge mit „Sehr Gut“ bewertet wurden.

„Unser Ziel ist es, mit der Brotprüfung die Qualität der Backwaren auf einem stetig hohen Niveau zu halten“, erklärt Innungsobermeister Michael Möbius. So erhielten die teilnehmenden Bäckermeister auch gleichzeitig Tipps vom Brotprüfer, wo Ursachen für eventuelle Fehler lagen und welche Maßnahmen zur Beseitigung eingeleitet werden müssen.

„Wir wollen unseren Kunden zeigen, dass sie in unsere geprüften Backwaren jederzeit Vertrauen haben können“, so Michael Möbius.

Verbraucher, die sehen wollen, wie ihr Lieblingsbäcker um die Ecke bei der Brotprüfung abgeschnitten hat, finden die Ergebnisse im Internet unter www.brotinstitut.de.