Gesundheitsamt erhält 25-köpfige Verstärkung

Altenburg.  Die Containment-Scouts sollen die Corona-Krise eindämmen helfen

Ist eine Infektion mit Covid-19 nachgewiesen, beginnt die Suche nach den Personen, mit denen die oder der Erkrankte zuletzt Kontakt hatte, damit diese auch getestet werden. Hier ein Archivbild von der Teststrecke in Weißenfels.

Ist eine Infektion mit Covid-19 nachgewiesen, beginnt die Suche nach den Personen, mit denen die oder der Erkrankte zuletzt Kontakt hatte, damit diese auch getestet werden. Hier ein Archivbild von der Teststrecke in Weißenfels.

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Der Landkreis Altenburger Land baut gerade ein 25-köpfiges Team zur Verfolgung von Corona-Kontaktpersonen auf. Diese von Behördenseite als „Containment-Scouts“ bezeichnete Truppe basiert auf den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums.

Demnach sollen in jedem Gesundheitsamt fünf zusätzliche Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner nachverfolgen, welche Personen Kontakt mit einer infizierten Person hatten.

Aus verschiedenen Fachbereichen rekrutiert

Das Team rekrutiert sich intern aus Mitarbeitern der unterschiedlichsten Fachdienste, die derzeit entsprechende Schulungen durchlaufen. Das Landratsamt plant derzeit nicht, diese zusätzlichen Containment-Scouts im Rahmen der Amtshilfe mit extern zur Verfügung gestellten Kräften zu besetzen. Denn die Vorteile einer Mannschaft aus eigenen Leuten lägen auf der Hand, so das Landratsamt. Zum einen sei für die Kontaktpersonennachverfolgung und die Aufklärung eines Infektionsherdes eine gute Kenntnis des Landkreises sehr vorteilhaft.

Keine Neueinstellungen erscheinen nachhaltiger

Zum anderen ließen sich über 20 Arbeitsplätze nicht einfach einrichten. Die räumliche Situation im Landrats- oder Gesundheitsamt lasse das kaum zu. Außerdem benötigten die neuen Kollegen mindestens Telefone und Computer. Ein solcher elektronischer Arbeitsplatz müsse zudem nach den Vorgaben des Datenschutzes eingerichtet sein. Demgegenüber erschienen Containment-Scouts aus eigenen Mitarbeitern nachhaltiger.

Das Team könne in Bereitschaft stehen

Ferner sei vorteilhaft, dass dieses Team in Bereitschaft stehen könne. Das heißt, solange die Mitarbeiter dafür wie momentan nicht benötigt werden, könnten sie andere, ihre eigentlichen Aufgaben erfüllen. Ändere sich die Situation, können die Containment-Scouts in kürzester Zeit aktiviert werden. Hingegen stehen laut der Pläne des Bundesgesundheitsministeriums die Amtshilfekräfte nur bis zum 30. September befristet zur Verfügung.

Es sei aber nicht auszuschließen, dass es im Herbst zu einer zweiten Corona-Welle kommen könnte. Dann wäre es ungünstig, wenn die Zusatzkräfte dann bereits wieder wieder abgezogen wären, wenn sie am nötigsten gebraucht und gerade eingearbeitet seien.

Auf Amtshilfekräfte würde der Landkreis Altenburger Land nur zurückgreifen, wenn sich abzeichnen sollte, dass das jetzt bereitgestellte Team die Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr schaffe, heißt es .