Rezension: Glanzvolles Neujahrskonzert in Meerane hebt die Stimmung

Meerane.  Das Jahr fröhlich willkommen zu heißen hat Tradition in Meerane. Die Vogtland Philharmonie präsentierte sich erneut bestens aufgelegt.

Sopranistin Judith Spießer zeigte sich zum Neujahrskonzert bestens aufgelegt. Generalmusikdirektor Stefan Fraas leitete sein Orchester sicher und schwungvoll.

Sopranistin Judith Spießer zeigte sich zum Neujahrskonzert bestens aufgelegt. Generalmusikdirektor Stefan Fraas leitete sein Orchester sicher und schwungvoll.

Foto: Felix Friedrich

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Zu den traditionellen Konzerten in der Stadthalle Meerane gehört das alljährliche Neujahrs-Konzert mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach. Und es ist eine sehr schöne und schätzenswerte Idee, das neue Jahr fröhlich willkommen zu heißen, so wie es Generalmusikdirektor Stefan Fraas, der Dirigent des Abends, in seiner einleitenden Moderation auf den Punkt brachte: „Immer nur lachen und nie betrübt sein“.

In der nahezu ausverkauften Stadthalle erklangen dann auch getreu diesem Motto die optimistischsten Highlights aus Oper, Operette und Musical, so dass das alle Zuhörer von Anfang an auf eine wunderschöne musikalische Reise entführt wurden. Heiter und beschwingt gab sich Stefan Fraas nicht nur am Dirigentenpult, sondern vor allem als Moderator mit pointiert vorgetragenen, heiteren Anekdoten von Otto Reutter bis zu Heinz Erhardt.

Solisten in Bestform

Doch auch der musikalische Teil des Konzertes brachte die rechte Stimmung ins Publikum. Denn zwei hervorragende Sänger präsentierten sich bestens aufgelegt und kokettierten miteinander, aber auch mit dem Publikum: Judith Spießer überstrahlte mit ihrer glanzvollen Sopranstimme Arien von Charles Gounod bis zu Frederick Loewes „Ich hätt getanzt heut Nacht“. Dem stand der Tenor Daniel Pataky nicht nach und schmetterte stimmgewaltig Giacomo Puccinis „Nessun dorma“ voller Wucht in den Saal. Im Duett vereint boten beide Solisten wunderschöne Titel aus Giuseppe Verdis „La Traviata“ oder aus Leonard Bernsteins „West Side Story“. Zum Solistenreigen gesellte sich mit zwei Titeln der Konzertmeister der Vogtland Philharmonie, Sergei Synelnikov. Besonders bei dem populären Csárdás von Vittorio Monti und dessen geigerischen Kapriolen konnte er sich des rasanten Beifalls des Publikums sicher sein.

Walzer gab es ebenfalls zur Genüge, nicht von der schönen blauen Donau, aber von „Meeranes blauem Meerchen“, einer neuen Komposition von Fredo Jung, die humoristisch die unterschiedlichsten Dreivierteltakte von Beethoven über Wagner bis zu Strauss vereinte und damit musikalisch diesem kleinen Flüsschen ein Denkmal setzte. Stefan Fraas im weißen Frack geleitete sein Orchester mit perfekter Stabführung absolut sicher durch die Klippen der Operetten und Musicals mit ihren zahlreichen Fermaten und Taktwechseln und versäumte dabei nicht, den rechten musikantischen Schwung auf seine Musiker zu übertragen. Insgesamt war das wiederum ein Konzertabend voller Glanz und Harmonie, so wie das Jahr 2020 weiterhin verlaufen sollte.

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