Kultur

Goethes empfindsamer Seite auf der Spur

Altenburg.  Im Mittelpunkt des Abends steht das Singspiel „Lila“, das 1777 in Weimar uraufgeführt wurde.

Thomas Frantzke spricht in Altenburg über Goethes empfindsame Seite.

Thomas Frantzke spricht in Altenburg über Goethes empfindsame Seite.

Foto: Archiv Frantzke

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Am Montag, 11. November, lädt die Goethe Gesellschaft Altenburg zu ihrem nächsten Vortragsabend in das Lindenau-Museum ein. Ab 19 Uhr widmet sich der Leipziger Germanist Thomas Frantzke am Beispiel des Singspiels „Lila“ Johann Wolfgang von Goethes empfindsamer Seite.

Singspiele, Vorläufer der Operetten, erfreuten sich im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts auf den deutschen Bühnen außerordentlicher Beliebtheit. Auch Goethe probierte sich trotz der Kritik der Freunde in dieser Gattung mehrfach aus. „Lila“ entstand anlässlich des 20. Geburtstags der Herzogin Louise. Das Stück wurde am 30. Januar 1777 im Weimarer Liebhabertheater uraufgeführt. Thema ist die Heilung eines an Wahnvorstellungen leidenden Menschen durch Theaterspiel. Bis 1778 folgen zwei weitere Bearbeitungen.

Im Gewand einer scheinbar harmlosen, auf Unterhaltung zielenden Gelegenheitsdichtung setzt sich Goethe mit einem hoch aktuellen Thema seiner Zeit auseinander – Empfindsamkeit und Werther-Kult. Und mehr noch: Ist „Lila“ Goethes Antwort auf den „Waldbruder“ von Jacob Michael Reinhold Lenz? Oder gar eine literarische Abrechnung mit dem einstigen Jugendfreund?

Der Vortragsabend steht allen Interessierten offen. Nichtmitglieder zahlen drei Euro Eintritt.

Alle Vortragstermine des Goethe Gesellschaft Altenburg sind unter www.goethe-altenburg.de zu finden.

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