Gottes Gerechtigkeit

Thomas Eisner,
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Thomas Eisner

Thomas Eisner

Foto: Philipp Brendel

Worte zum Sonntag von Pfarrer Thomas Eisner, Schmölln.

Am Sonntag haben wir in Wildenbörten Konfirmationsjubiläum gefeiert. Frauen und Männer aus nah und fern, die vor 75, 70, 65, 60, 55, 50 und 25 Jahren konfirmiert wurden, waren in großer Zahl nach Wildenbörten gekommen. Nach dem Festgottesdienst und der Einsegnung versammelten sich alle zur Festtafel im Bürger- und Vereinshaus. Viele bewegte Lebensgeschichten hörte ich. Eine Frau erzählte von den schweren und schmerzlichen Erfahrungen, die sie machten musste. Wo ist da Gott? Was trägt mich und welches Ziel hat mein Leben?

Im Evangelium dieses Sonntags erzählt uns Jesus eine Beispielgeschichte, die für mich Antwort auf all diese grundlegenden Lebensfragen gibt. Lazarus ist arm und noch dazu krank. Er hofft, von den Resten und dem Überfluss, den der Reiche wegschmeißt, zu leben. Doch den Reichen kümmert das Elend und die Not vor seiner Haustür nicht. Er lebt in Freuden und lässt es sich gutgehen. Eines Tages stirbt Lazarus und wird von den Engeln in den Schoß von Abraham im Himmel getragen. Auch der Reiche stirbt.

Als er in der Hölle ist, sucht er Hilfe in seiner Qual und sieht Lazarus im Schoß von Abraham. Da bitte er Abraham, er möge Lazarus zu ihm senden und ihm Linderung in seiner Pein verschaffen. Das lehnt Abraham ab. Abraham erinnert den einstmals Reichen daran, dass er in seinem Erdenleben alle Annehmlichkeiten hatte und Lazarus dagegen Böses empfangen hat. Nun wird Lazarus hier getröstet und er wird gepeinigt.

Darauf bittet er Abraham, er möge Lazarus zu seinen Brüdern schicken und sie warnen, dass sie durch ihren egoistischen Lebensstil nicht auch in die Hölle kommen. Aber auch das lehnt Abraham mit dem Hinweis ab, dass wir die Bibel haben, in der uns Gott sagt, wie unser Leben gelingen kann und dass er für unser Recht sorgt. Mehr braucht es nicht.

Lassen Sie sich zu den Gottesdiensten am kommenden Sonntag mit der Botschaft Jesu einladen.