Hoffnungsbilder in den Kirchen

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Superintendentin Kristin Jahn.

Superintendentin Kristin Jahn.

Foto: Andreas Bayer

Altenburg.  In Gotteshäusern im Altenburger Land liegen Wandelbilder aus.

Superintendentin Kristin Jahn nimmt das Osterfest zum Anlass, auf unser seit nunmehr einem Jahr durch Corona geprägtes Leben zu blicken:

„Ein Jahr Pandemie. Ein Jahr Pandemie und Kirche. Wir sind drangeblieben an dem, was uns trägt. Wir haben verkündet, was größer ist. Haben gebetet, gelobt und Lieder gesummt oder daheim gesungen. Gott kam ganz nah an unsere Häuser heran, kam auf Handys daher. Das Evangelium lag auf dem Küchentisch, zum Lesen, Mitschauen und Nachhören. All das haben wir in diesen einem Jahr Pandemie erlebt“, schreibt sie und bedankt sich für das Verständnis, für das Aufbrechen und Mittun. Man habe in dieser Pandemie Einblick erhalten in andere Kirchen durch Zeitungsandachten mit Bildern aus anderen Kirchen, durch Videos, „die uns hinaus ins Weite geführt haben“.

Das Leben ist kostbar

Man habe sich selbst auch neu entdeckt, seine Bedürfnisse, seine Zerbrechlichkeit, seinen Glauben. „Der Glaube hat uns verbunden. Auch in den schweren Stunden“, so Jahn. Dass wir unsere Verwandten und Freunden nicht nah sein konnten, als sie krank lagen, das schmerze. Traurig sei zudem, dass wir uns von so vielen Menschen nicht verabschieden konnten, so wie sich das für uns gehört – in großer Runde, Seite an Seite, mit Umarmung und Händedruck am Grab. Jeder habe viel ge- und ertragen müssen.

Kostbar ist das Leben. Ostern wird das gefeiert. Das Leben sei größer als alle Statistiken mit Kranken, Genesenen und Toten. „Nichts wird so hart bleiben, wie es jetzt gerade ist. In dieser Zuversicht begehen wir Ostern“, ist sie überzeugt.

In den Kirchen im Altenburger Land liegen derzeit Karten aus, Wandelbilder: ein Engel mit einem Stein. Der Stein stehe für all das, was unser Leben erdrückt und verschließt – er lässt sich abreißen, weglegen, ans Kreuz heften. Übrig bleibt ein Engel. Einer, der sagt, dass das Leben weitergeht. „Unsere Kirchen sind geöffnet, wer mag, tritt ein und nimmt sich diesen Engel, dieses Hoffnungsbild mit“, so Kristin Jahn.