Illegale Müllentsorgung ist Dauerthema im Altenburger Land

Altenburg.  Vor allem in den Wohngebieten Nord und Südost in Altenburg gibt es immer wieder Ärger.

Sperrmüll darf ab 16 Uhr am Vortag des Abholtermins vor die Tür gestellt werden.

Sperrmüll darf ab 16 Uhr am Vortag des Abholtermins vor die Tür gestellt werden.

Foto: Thomas Stridde

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Immer wieder gibt es Probleme bei der Sperrmüllentsorgung in den Wohngebieten Nord und Südost in Altenburg.

Nun gibt es dazu eine Stellungnahme seitens des Landkreises. Der Kreistag hat mittels Abfallwirtschaftssatzung in Anlehnung an das Kreislaufwirtschaftsgesetz die Art und Weise der Abfallentsorgung für den gesamten Landkreis Altenburger Land geregelt. Vor Beschlussfassung der Satzung durch den Kreistag wurden der Inhalt, kreistypische Veränderungen oder Gesetzesanpassungen kontrovers im Werkausschuss diskutiert. Vor- und Nachteile für einzelne Regionen beziehungsweise für Bürger werden aufgezeigt und es wurde für alle Bürger nach verträglichen Lösungen gesucht, heißt es in der Pressemitteilung.

Solidarprinzip steht im Fokus

Allerdings könne es nicht immer für alle eine hundertprozentige Lösung geben. Letztendlich müssen Kompromisse gefunden werden. Im Fokus stehe die Umsetzung des Solidarprinzips. Die aktuell gültige Abfallwirtschaftssatzung sei an die individuellen Gegebenheiten des Landkreises angepasst und garantiere eine geordnete Abfallentsorgung. Voraussetzung sei jedoch, dass sich jeder Einwohner des Landkreises an die vorgegebenen Regeln und Pflichten hält. Um den Bürgern diese Regeln und Pflichten nahezubringen, werde jedes Jahr für viel Geld der Abfallkalender gedruckt. Dort steht neben den Tourenplänen, wie, wo und was im Landkreis im Rahmen der Müllgebühr beziehungsweise verursachergerecht kostenpflichtig zu entsorgen ist. Gleiche Informationen können auf unserer Webseite entnommen werden.

Täglich müssten die Mitarbeiter des Dienstleistungsbetriebes Abfallwirtschaft beobachten, wie sich die Sorglosigkeit und sogar eine gewisse Ignoranz in Teilen der Bevölkerung im Umgang mit ihrem Müll breitmacht. Wer mit den Reglungen nicht einverstanden ist oder die Bequemlichkeit gesiegt hat, mache, was er will. Das Ergebnis sei in Altenburg-Nord und Altenburg-Südost gut sichtbar. Die Verantwortung für das Aussehen des Wohngebietes tragen nach Einschätzung des Abfallwirtschaftsbetriebs ganz allein die Bewohner, heißt es weiter.

Hausmüll wird oft in Papierkörben entsorgt

Aber auch in anderen Gebieten sei Ähnliches zu beobachten. Beispiele dafür sind mit Hausmüll überfüllte Papierkörbe oder ständig vermüllte Glascontainerstandplätze. Es werde weggeschaut, gemeckert und andere dafür verantwortlich gemacht, wenn der Müll nicht weggeräumt wird.

Sperrmüll und Elektroaltgeräte dürfen erst ab 16 Uhr des Vortages des zur Abholung durch den Entsorger benannten Termins bereitgestellt werden, wird von Seiten des Dienstleistungsbetriebs Abfallwirtschaft betont. Erfolgt das Bereitstellen eher oder sogar ohne Anmeldung, begeht man eine Ordnungswidrigkeit. Übrigens, der Dienstleistungsbetrieb ist nicht für die Ahndung der Ordnungswidrigkeiten verantwortlich, sondern je nach Standort sind dafür die Ordnungsbehörden in der Pflicht. Schon gar nicht hat der laut Vertrag gebundene Entsorger die Aufgabe der Entsorgung von illegalen Müllablagerungen. Der Entsorger handelt im Auftrag des Landkreises. Diese Aufgaben erfülle er vorbildlich.

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