Meine Meinung: Immer ein Ass im Ärmel

Schmölln  Jana Borath über ehrgeizige Pläne und konsequentes Arbeiten.

Jana Borath

Jana Borath

Foto: Peter Michaelis

In einem Rutsch, wie zunächst erhofft, wird sich das Großprojekt in der Gößnitzer Straße in Ponitz wohl nicht erledigen lassen. Immerhin sollen hier rund fünf Millionen Euro verbaut werden, gemeinsame Sache machen dafür Freistaat Thüringen, Zweckverband Altenburger Land und die Gemeinde Ponitz. Doch an der Förderung vom Land, ohne die heutzutage eben nichts geht, scheiterte der erste Anlauf für den gesamten Komplex. Eine bittere Enttäuschung für die Ponitzer, die aber deshalb noch lange nicht aufstecken.

Kompromissbereitschaft heißt das Zauberwort, weil an dieser riesigen Maßnahme für die Gemeinde die Erschließung eines neuen Eigenheimstandortes hängt. Sieben Bauwillige sollen dort Grundstücke erwerben können, Interessenten dafür gibt es bereits mehr als genug. Damit die nicht abspringen, ringt die Kommune jetzt mit den beteiligten Partnern um eine Lösung. Der Vorschlag ist konkret: gebaut werden soll nicht in einem, sondern in zwei Bauabschnitten über einen längeren Zeitraum. Ob das machbar ist, wird sich allerdings erst zeigen.

Doch Ponitz wäre nicht Ponitz, wenn die Gemeinde nicht noch ein Ass im Ärmel hätte. Wer alsbald neu bauen will im Dorf, dem eröffnen sich Chancen dafür in Bahnhofstraße und Siedlungsweg, wo je vier Plätze für neue Eigenheime entstehen. Dafür rücken die Kleingärtner vom Pleißengrund etwas enger zusammen. Vorbereitet wird das Projekt gemeinsam schon seit Jahren. Dass es jetzt umgesetzt werden kann, ist zudem der konsequenten Arbeit des Gemeinderates am Flächennutzungsplan zu verdanken, ohne den all das nicht möglich wäre. Das strukturgebende Dokument ist endlich abgesegnet, die Kommune kann nun jene Früchte ernten, für die sie sehr lange und hart gearbeitet hat.