Keine Martinsumzüge um Schmölln in diesem Jahr

Schmölln.  Kirchgemeinden ist das Risiko von Umzügen zu hoch. Andachten finden zum Teil statt

Tanja und Nadja teilen sich ein Martinshörnchen.

Tanja und Nadja teilen sich ein Martinshörnchen.

Foto: Archiv / Simone Zeh

In diesem Jahr finden in und um Schmölln wegen der Pandemie keine Martinsumzüge statt. „Wir können das nicht verantworten und bekämen es wohl auch nicht genehmigt“, sagt Pfarrer Dietmar Wiegand. In seinem Pfarrbereich werden sämtliche schon geplanten Andachten und Gottesdienste abgehalten, allerdings verkürzt und ausschließlich im Freien, wie schon im Frühjahr. Zudem werde man ab Martini auch wieder Videoandachten aufzeichnen, die im Internet abrufbar sein werden.

„Wir haben die Martinsandachten am 10. November in Altkirchen und am 11. November in Schmölln schweren Herzens abgesagt“, sagt Pfarrer Thomas Eisner. Man wolle angesichts der erschreckend hohen Fallzahlen im Landkreis kein zusätzliches Gefahrenpotenzial schaffen. Die Gottesdienste finden weiterhin statt, aber ohne Gesang. Der nächste ist diesen Sonntag in der Friedenskirche in Ponitz zur Eröffnung der Friedensdekade.

Auch in Gößnitz, Ponitz und Gieba wurden laut Pfarrer Peter Klukas die Andachten samt Martinsumzug komplett gestrichen. Die Gottesdienste bis Weihnachten werden jedoch wie geplant in den Kirchen abgehalten, weil die Mindestabstände gewahrt blieben. Wegen des erwarteten großen Andranges werde man aber die Gottesdienste an Heiligabend selbst in Ponitz, Gößnitz und Podelwitz im Freien abhalten.