Kurzarbeit weiterhin auf hohem Niveau

Altenburg.  Der Arbeitsmarkt zeigt sich im November trotz Lockdowns stabil

Das Arbeitsamt in Altenburg.

Das Arbeitsamt in Altenburg.

Foto: OTZ

Die Arbeitslosenquote im Altenburger Land blieb im November mit 6,8 Prozent auf dem Niveau des Oktobers. Vor einem Jahr lag sie bei 6,3 Prozent. Aktuell sind insgesamt 3.027 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 23 weniger als vor einem Monat, aber 170 mehr als vor einem Jahr, teilt die Arbeitsagentur Altenburg-Gera am Dienstag mit.

„Der Ostthüringer Arbeitsmarkt erweist sich in der Corona-Krise nach wie vor robuster als in anderen Regionen des Freistaates. Freisetzungen gab es hier vor allem bei Zeitarbeitsunternehmen und im Bereich Hotel und Gastronomie. Andere Branchen wie der Öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen zeigen Mehrbedarfe an. Ich gehe davon aus, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ostthüringen am Ende des Jahres auf dem Niveau vom Jahresanfang verharrt.“ sagt Stefan Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Altenburg-Gera.

Weniger freie Stellen, mehr Kurzarbeit

Das Instrument der Kurzarbeit werde auch weiterhin von den Unternehmen genutzt, um die Corona-bedingten Arbeitsausfälle zu kompensieren. Deren Zahl stieg im November wieder merklich an, ein Zusammenhang mit dem neuen Teil-Lockdown sei unverkennbar, so Scholz. Im November meldeten 48 weitere Unternehmen im Landkreis Kurzarbeit für insgesamt 278 Personen an. Im Zeitraum April bis November 2020 gab es insgesamt 1.077 Anzeigen von Kurzarbeit für 11.578 Beschäftigte.

Von regionalen Unternehmen und Einrichtungen wurden 116 Stellen zur Besetzung unterbreitet, das waren 40 weniger als im Oktober und 124 weniger als vor einem Jahr. Aktuell befinden sich für das Altenburger Land 695 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 62 Prozent aller Arbeitslosen werden vom Jobcenter betreut. Dort sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Oktober um 25 auf 1.871 Personen, das entspricht einem Rückgang um 1,3 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren es 12 Personen oder 0,6 Prozent mehr. Das Jobcenter betreut 3.705 Bedarfsgemeinschaften, 285 weniger als vor einem Jahr. Auch die Zahl der Arbeitslosengeld II-Bezieher sank im Jahresvergleich um 359 Personen auf aktuell 4.765.