Kurzoper-Premieren in Altenburg

| Lesedauer: 3 Minuten
Theater Altenburg Gera, „Die menschliche Stimme“ mit Anne Preuß

Theater Altenburg Gera, „Die menschliche Stimme“ mit Anne Preuß

Foto: Ronny Ristok

Altenburg/Gera.  In beiden Stücken spielt ein Telefon eine große Rolle. Spannend wird es auf den Geraer Bühnen

Gleich zwei Kurzopern haben am Freitag, 26. November um 19.30 Uhr Premiere im Theaterzelt Altenburg.

In der musikalischen Komödie „Das Telefon oder Die Liebe zu dritt“ von Gian Carlo Menotti, welche 1947 in New York uraufgeführt wurde und ein echter Klassiker ist, möchte Ben seiner Freundin Lucy in deren Apartment einen Heiratsantrag machen. Doch jedes Mal, wenn er zu sprechen anhebt, klingelt das Telefon und Lucy hebt ab. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als Lucys Wohnung zu verlassen, in die nächstgelegene Telefonzelle zu gehen und von dort aus sein Anliegen vorzubringen.

Die bewegende Mono-Oper „Die menschliche Stimme“ von Francis Poulenc handelt dagegen von einer Frau, die verlassen wurde. Verzweifelt versucht sie am Telefon ihre Beziehung doch noch zu retten. Zunächst spielt sie die Starke, dann verweist sie auf die angeblich glückliche gemeinsame Vergangenheit und schließlich droht sie mit Suizid.

In Gera wird es indes spannend. Agatha Christies Kriminalromane, Kurzgeschichten und Bühnenstücke machen sie mit einer Gesamtauflage von über zwei Milliarden Bänden zur erfolgreichsten Krimiautorin aller Zeiten. Ihr Theaterstück „Die Mausefalle“ wird seit 1952 im Londoner Westend aufgeführt und hat mit seinen fast 28.000 Vorstellungen zahlreiche Theaterrekorde aufgestellt.

Wie kein zweiter Krimi garantiert der Klassiker mit Kultfaktor spannende Unterhaltung. Das Stück präsentiert das Theater Altenburg Gera am Freitag, 26. November um 19.30 Uhr im Großen Haus Gera. Es sind noch Restkarten erhältlich.

Die Inszenierung „Das Ding. Unheimlich. Übersinnlich.“ begibt sich auf eine spielerische Spurensuche in das Reich des Jenseits. Frank Soehnle erschafft gemeinsam mit dem Figurenbauer Udo Schneeweiß phantastische Welten. Der Gründer und Leiter des figuren theaters tübingen ist als Regisseur und Dozent weltweit gefragt. Am Samstag, den 26. November um 19.30 Uhr lässt er in der Bühne am Park eine Welt voller unerklärlicher Phänomene und übernatürlicher Erscheinungen entstehen.

Das grenzüberschreitende Kult-Musical „Hedwig and the Angry Inch“, das bereits während des Sommertheaters in Altenburg zum Publikumsliebling avancierte, ist am Samstag, den 27. November um 19.30 Uhr in der Bühne am Park Gera zu erleben. Das Stück thematisiert den tragisch-komischen Lebenslauf einer Transfrau, der in Ostberlin beginnt. Absurderweise platzen ausgerechnet im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alle Träume. Es sind noch Restkarten erhältlich.

Am Samstag, dem 27. November, um 19.30 Uhr, präsentiert das Thüringer Staatsballett im Großen Haus Gera das Ballett „Corpus“ von Ballettdirektorin und Chefchoreografin Silvana Schröder. „Corpus“ erzählt ein Menschenleben, das ebenso zyklisch angelegt ist, wie der Kreislauf einer Pflanze. Silvana Schröders Tanzbilder schärfen das Bewusstsein für den menschlichen Körper.

Durch ein Wechselspiel zwischen mitreißenden und besinnlichen Rhythmen wird „Corpus“ so zu einem multisensorischen Theatererlebnis. Eine weitere Vorstellung findet am Sonntag, den 28. November um 14.30 Uhr in der gleichen Spielstätte statt. Für beide Vorstellungen sind noch Restkarten erhältlich.

Auch für das jüngere Publikum hat der November-Spielplan des Theaters Altenburg Gera etwas zu bieten. Höchst einfallsreich wird am Sonntag, den 28. November um 16 Uhr im Puppentheater Gera das Stück „Die Schöne und das Biest“ von der Puppenspielern Lys Schubert und Tobias Weishaupt dargeboten.

Karten für alle Vorstellungen können in der Theaterkasse in Altenburg in der Tourismusinformation Altenburger Land, Markt 10, dienstags 10 bis 18 Uhr sowie mittwochs, donnerstags und freitags 10 bis 17 Uhr erworben werden. Darüber hinaus erfolgt der Kartenvorverkauf jederzeit auch online im Webshop.