Lachen mit Karin Kundt-Petters im Botanischen Garten Altenburg

Altenburg.  Besinnliche und heitere Verse und Gedichte bei einer Lesung im Botanischen Garten Altenburg

Gelegentlicher Regen trübte keinesfalls den Reigen an besinnlichen und heiteren Versen und Gedichten, mit denen die ehemalige Schauspielerin am Theater Altenburg-Gera, Karin Kundt-Petters, jüngst ihr Publikum unter dem Gästezelt im Botanischen Garten Altenburg erfreute.

Bevor die auch körpersprachlich begabte Rezitierende mit ihrem Vortrag begann, lobte sie den schönen Altenburger Erlebnisgarten und dessen Bewirtschafter.

Kundt-Petters stimmte dementsprechend auch mit einem passenden Gedicht von Johann Wolfgang Goethe auf ihren einstündigen Vortrag ein, bei dem es hieß: „Weit und schön ist die Welt. Doch wie dank’ ich dem Himmel, dass ein Gärtchen, beschränkt, zierlich, mein eigen gehört.“

Die Altenburgerin, assistiert von Ehemann Heinz Petters, einst Sänger am Theater, verstand es vor allem auch mit ihrer beeindruckenden Mimik das Publikum immer wieder bestens auf diese literarische Reise mitzunehmen.

Bei einem für eher miese Tage angebrachten Gedicht von Theodor Fontane hieß es: „An einem Sommermorgen, da nimm’ den Wanderstab. Es fallen deine Sorgen wie Nebel von dir ab. Des Himmels heitere Bläue lacht dir ins Herz hinein…“ Für Lachsalven sorgte dann auch ein Gedicht, das tierischen Plagegeistern gewidmet wurde, wie folgt: „Was die Frau vor dir versteckt, die Zecken haben’s längst entdeckt. Gerade dort wo’s warm und weich, findet sich das Zeckenreich. Sie bläht sich auf mit deinem Blut, dem Wirt tut das gar nicht gut.“

Auch bei Christine Heitsch aus dem Starkenberger Ortsteil Breesen ließen die Rezitationen bei Kaffee und Kuchen beste Laune aufkommen: „Besonders schmunzeln musste ich und mein Mann Hubertus über den Schwank ‚Frühkartoffeln’. Vor allem, weil wir die heute Morgen geerntet haben.“

Rezitatorin Kundt-Petters legte auch mit Werken von Dichterin Mascha Kaleko los, die mit Charme und Humor, mit erotischer Strahlkraft und sozialer Kritik im Berlin der Weimarer Republik die Herzen der Großstädter eroberte. Im Botanischen Garten war unter anderen die ehemalige Lehrerin und Vorsitzende der Goethe Gesellschaft Altenburg, Adelheid Friedrich, von deren Versen begeistert und resümierte: „Letztlich scheint selbst durch das heute Gehörte der Sonnenschein ins Herz hinein.“

Die temperamentvolle Rezitatorin Karin Kundt-Petters agiert mit Lust und Liebe schon seit einigen Jahren im Altenburger Botanischen Erlebnisgarten und wird ganz gewiss auch im nächsten Jahr wieder eine Zuhörerschar in ihren Bann ziehen.

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