Leiterin des Volkschores Schmölln: Keine Proben in absehbarer Zeit

Schmölln.  Am Wochenende sind mehrere Mitglieder des Gemischten Chors aus Altenburg positiv auf Corona getestet worden. Drei Fragen an Kathrin Lorenz:

Kathrin Lorenz, Leiterin des Schmöllner Volkschors

Kathrin Lorenz, Leiterin des Schmöllner Volkschors

Foto: Lorenz

Am Wochenende hat es den Gemischten Chor aus Altenburg schwer erwischt. Unter den 29 Mitgliedern, welche an der Probe am 14. Oktober teilgenommen haben, wurden in den vergangenen Tagen 18 positiv auf das Coronavirus getestet. Obwohl angeblich alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten wurden, wie die Vereinsvorsitzende beteuerte. Die Leiterin des Volkschores Schmölln, Kathrin Lorenz, gibt Auskunft, wie das bei ihrem Chor angekommen ist. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen, dass ein Großteil des Gemischten Chores mit dem Coronavirus infiziert ist?

Wir waren alle ganz schön erschrocken und hoffen, dass es keine schweren Verläufe oder Spätfolgen gibt, dass alle bald wieder gesund auf den Beinen stehen.

Haben Sie als Reaktion darauf die Proben ihres Chores ebenfalls eingestellt oder die Hygieneregeln verschärft?

Wir hatten vorige Woche Dienstag unsere letzte Probe in Nöbdenitz. Als am Freitag der Inzidenzwert für das Altenburger Land über 35 stieg, habe ich die anderen informiert, dass wir in absehbarer Zeit keine Proben oder Treffen mehr abhalten werden. Da wussten wir noch gar nichts von den Ansteckungen in Altenburg. Im Chor sind ja meist ältere Leute und keiner weiß, was noch passiert, in welchem Umfang und wie lange das anhält. Ich wüsste auch keinen anderen Chor, der derzeit probt.

Corona-Lage im Altenburger Land: 39 Neuinfektionen – Chor massiv betroffen


  • Weitere Sängerinnen und Sänger des Chors in Altenburg mit Corona-Virus infiziert

  • Wie halten Sie den Verein in dieser schwierigen Zeit zusammen?

    Wir halten wie beim ersten Lockdown Kontakt über Telefon und neuere Medien. Ein persönliches Zusammentreffen, auch ohne Singen, sehe ich momentan überhaupt nicht als angebracht, auch wenn Weihnachten bald vor der Tür steht. Da geht es uns nicht anders als den anderen Vereinen. Es nützt uns nichts, wenn wir zu gutgläubig rangehen. Man sieht ja, was das für Kreise zieht. Die oberste Priorität hat die Gesundheit, dem widersetzen wir uns nicht.

    Es fragte: Andreas Bayer