Kommentar: Lieber spät als nie in Altkirchen

Ein Kommentar von Jana Borath

Jana Borath ist Redakteurin in der OTZ-Redaktion Schmölln.

Jana Borath ist Redakteurin in der OTZ-Redaktion Schmölln.

Foto: Peter Michaelis

Was für eine tolle Nachricht für den Schmöllner Ortsteil Altkirchen. Ein neuer Kindergarten wird gebaut, statt 50 gibt es dann 70 Krippen- und Kindergartenplätze. Das ist ein dickes Brett, was die Stadt Schmölln bis 2022 bohren möchte und wofür sie 2,4 Millionen Euro in die Hand nimmt.

Bis dato ohne Aussicht auf Fördergeld, sondern vielmehr mit Hilfe eines Kredites. Aber das ist eine Investition, die sich lohnt. Zum einen, weil damit die mehr als maroden und störanfälligen Häuser „Spatzennest“ und „Sternchen“ in absehbarer Zeit abgehakt werden können. Und damit auch kostspielige Reparaturen und Notmaßnahmen, die den Betrieb der Einrichtungen nicht nur einmal in Gefahr gebracht haben. Zum anderen erfährt das Dorfzentrum am Freibad mit dem neuen Kindergarten eine enorme Aufwertung. Nicht nur optisch dürfte das Areal dort dann noch mehr her machen. Es besteht außerdem die berechtigte Hoffnung, dass auch das Freibad - bekanntlich in freier Trägerschaft eines Fördervereines - den einen oder anderen Synergieeffekt erfährt.

Eine rundum gelungene Sache also, wenn das Projekt nicht wieder ins Stocken gerät. Bekanntlich rangen Stadtverwaltung und Stadtrat Schmölln seit Beginn 2019 mit der Frage, wie sie selbiges überhaupt auf die Reise schicken. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung brachte jetzt Klarheit und beförderte die Entscheidung, nun in kommunaler Eigenregie zu bauen. Lieber spät als nie.

Dass der Zug für die Weiterentwicklung des Knopf- und Regionalmuseums abgefahren ist, möchte ich nicht hoffen. Zumindest spricht die tatkräftige Herangehensweise von Petra Neumann dagegen. Mit ihrer Analyse des Ist-Zustandes hat sie alle Schwachpunkte des Hauses offen gelegt. Und damit Ansätze geliefert, wie man was wann verändern kann, um das Museum attraktiver und moderner zu machen. Eine gute Arbeitsgrundlage sowohl für Stadtverwaltung als auch Stadtrat. Was sie daraus machen, bleibt abzuwarten.