Meine Meinung

An die Zukunft gedacht

Andreas Bayer über Verbindendes und Kontaktsperren

Andreas Bayer

Andreas Bayer

Foto: Peter Michaelis

Das Timing war denkbar ungünstig. Gleichzeitig mit der Sperrung des Bahnüberganges in Lohma war auch Nöbdenitz monatelang in zwei Teile gespalten. Nur war der Ersatzbau der Brücke über die Sprotte dringend notwendig und lange sorgfältig vorbereitet. Dass der Übergang in Lohma plötzlich gefährlich sein soll, kam für die Verantwortlichen unvorhergesehen und quasi über Nacht.

Daher sollte man sich glücklich und zufrieden schätzen, dass für vergleichsweise geringe Kosten eine Engstelle beseitigt werden konnte. Freude dürfte das neue Bauwerk aber nicht allein den Autofahrern bereiten, die jetzt keine weiten Umwege mehr in Kauf nehmen müssen. Auch für Fußgänger, Radfahrer und Menschen mit Rollstuhl oder Rollator bringt das auf die doppelte Fläche angewachsene Brückenbauwerk einen enormen Gewinn im Punkt Sicherheit.

Mit dem Einbau von Leerrohren hat man auch an die Zukunft gedacht. Eigentlich schade, dass die beiden Teile von Nöbdenitz gerade zu einer Zeit wieder verbunden werden, da Kontaktbeschränkungen unseren Alltag mehr als alles andere prägen. Doch es wird eine Zeit nach Corona geben, die Einwohner werden ihr Brückenfest eines noch unbestimmten Tages feiern können.