Meine Meinung: Ein Schritt nach dem anderen

Andreas Bayer über Visionskraft und Tatendrang

Andreas Bayer

Andreas Bayer

Foto: Peter Michaelis

Seit sechs Jahren reift die Idee, jetzt ist die Vollendung in greifbare Nähe gerückt. Allen Nörglern zum Trotz wird seit kurzem fleißig gebaut. Selbst wenn am Ende keine dauerhafte Praxis einziehen würde, hat sich das Projekt schon allein deshalb gelohnt, damit der verfallene Bahnhofs-Schandfleck aus dem Ortsbild verschwindet, sind sich alle Beteiligten einig.

Doch so weit will momentan gar niemand denken. Der Optimismus ist groß, dass sich auch ein niedergelassener Arzt oder Ärztin für die Praxisräume finden wird. Ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), das als temporäre Zweigstelle eines Krankenhauses fungiert, will hier niemand haben. Die Stadtverwaltung ist dennoch gut beraten, schon in diesem Jahr die Entscheidung zu fällen, wer einziehen soll. Denn wenn es letztlich doch kein Zahnarzt werden sollte, muss die Planung aufwendig umgestaltet werden.

Die Unkenrufer, welche den politischen Diskurs vergiften wollen, werden ohnehin so lange nicht verstummen, bis die Praxis eröffnet. Sie sollten sich von der Zuversicht der anderen Stadträte etwas abschauen. Denn wer nur nörgelt und alles bis ins letzte Detail durchexerziert haben will, wird gar nichts bauen.