Meine Woche: Doch nicht verraucht

Trotz der schweren Haushaltskürzungen spielte diese Diskussion nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr ging es um den Kämmerer selbst.

Andreas Bayer

Andreas Bayer

Foto: Peter Michaelis

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Es war ordentlich Musik drin im Schmöllner Stadtrat. Bei der seit acht Tagen brodelnden Diskussion um die Frage, wie rechtmäßig es in den letzten 30 Jahren in der Kämmerei zugegangen sein dürfte, gerieten die Diskussionen um den aktuellen Haushalt völlig in den Hintergrund.

Vor einer Woche schrieb ich an dieser Stelle: „Das Gute an der Situation ist, dass niemand mit dem Finger auf andere zeigen kann“ und vermutete, dass der Ärger schnell verrauchen werde. Ich habe mich offenbar kolossal geirrt. Viele Schmöllner verstanden die von mir zitierten Äußerungen des Interims-Kämmerers als Angriff und öffentliche Bloßstellung vormaliger Amtsträger, vor allem von Herbert Köhler. Dabei ließ gerade Schmitt keine Gelegenheit ungenutzt, dessen engagierten Einsatz für die Knopfstadt in höchsten Tönen zu loben.

Dem schweren Atmen und Schnaufen des Bürgermeisters war zu entnehmen, dass ihn die auch gegen ihn geäußerten Vorwürfe nicht kalt lassen. Dabei hätte er durchaus Respekt verdient für seinen offenen Umgang mit eigenem Fehlern.

Niemals hat er gewollt, dass auch nur der Funken eines Verdachtes auf aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter der Stadtverwaltung fällt. Weshalb ja auch keine Namen genannt oder auch nur angedeutet wurden. Denn wie ich schon in der Vorwoche schrieb: niemand hat sich bereichert oder einen Schaden verursacht.

Dennoch kritisierten zum Teil selbst jene Stadträte den Kämmerer, die in der Vorwoche noch im Hauptausschuss saßen. Obwohl sie es doch besser wissen müssten. Ich hoffe inständig, dass das Vertrauensverhältnis von Verwaltung und Stadtrat nicht nachhaltig gelitten hat.

Frank Schmitt hat Unmengen an ungerechtfertigter Kritik einstecken müssen.

Auch tut es mir um Frank Drischmann leid, dessen Ehrung dabei ebenfalls zur Randnotiz geriet. Dabei hätte gerade sein Vorbild getaugt, den Fokus wieder auf das Wesentliche zu lenken: anpacken und gestalten, für ein solidarisches Miteinander.

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