Meine Meinung

Kommentar: Infos versus Gerüchte

Katja Grieser über das Tannenfeld-Vorhaben, das von vielen genau beobachtet wird.

Katja Grieser

Katja Grieser

Foto: Peter Michaelis

Um es gleich deutlich zu machen: Park und Gebäude in Tannenfeld gehören Privatleuten. Was sie dort machen und in welchem Zeitrahmen, ist deren Sache. Nun ist es aber in dem speziellen Fall so, dass Tannenfeld ein beliebtes Ausflugsziel ist, nicht nur, wenn die Rhododendren blühen. Die Eigentümer lassen die Gäste gewähren, sie sollen auch weiterhin durch den Park flanieren dürfen.

Das Interesse der Besucher ist groß. Sie wollen wissen, warum es noch nicht so richtig vorwärts gegangen ist. Sie wollen sehen, dass sich etwas verändert, dass mit der Sanierung begonnen wird. Vielen dauert es einfach zu lange. Nun sind die Eigentümer keineswegs verpflichtet, über ihre Pläne und deren Umsetzung zu informieren. Allerdings kann es auch nicht schaden, wie die letzten Monate bewiesen haben. Dadurch, dass die Öffentlichkeit nichts oder nur auf Nachfrage unserer Zeitung etwas gehört hat, brodelte es mächtig in der Gerüchteküche. Skeptiker sahen schon ganz Tannenfeld dem Untergang geweiht und den Eigentümern wurden die abenteuerlichsten Sachen unterstellt.

Genau das passiert, wenn man so zach mit Informationen ist. Das Vorhaben interessiert die Leute nun einmal, was die Eigentümer ja freuen müsste. Mit ein wenig mehr Transparenz könnte man in der Gerüchteküche ganz schnell den Herd abdrehen...