Meinung: Vertrauen gut, Kontrolle besser

Mit den gemeinsamen Kontrollen in den Abendstunden sowie am Wochenende zeigen Ordnungsamt und Polizei mehr Präsenz in Gößnitz.

Andreas Bayer

Andreas Bayer

Foto: Peter Michaelis

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Wer in Gößnitz für Ruhestörung, Sachschäden oder Vermüllung sorgt, hat künftig noch mehr Anlass, den langen Arm des Gesetzes zu fürchten. Denn mit den Kontrollen in den Abendstunden sowie am Wochenende zeigt das Ordnungsamt gemeinsam mit der Polizei mehr Präsenz auf der Straße.

Wie gut das funktionieren kann, durfte ich am Dienstagabend hautnah erleben. Die Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren wirkten sichtlich eingeschüchtert, als sie ihre Personalien abgeben mussten. Als ich vor zwei Wochen zum ersten Mal über die Kontrollen schrieb, äußerte ich bereits die Einschätzung, dass Straßensozialarbeiter hier vielleicht mehr erreichen könnten. Denn Gößnitz ist kein Kriminalitätsschwerpunkt und die Jugendlichen benehmen sich hier nicht schlechter als anderswo auch.

Andererseits gilt auch die alte Weisheit: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Wenn Heranwachsende das Gefühl haben, dass ihr jugendlicher Leichtsinn häufig folgenlos bleibt, kann es dazu führen, dass sie immer ungehemmter die Regeln verletzen. Darum ist es richtig, Abends zu kontrollieren. Doch um die Probleme nachhaltig einzudämmen, müssen auch die Eltern ins Boot geholt werden. Wenn sie es denn wollen oder können.

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