Mensch steht bei Altenburger Peter Schnürpel im Mittelpunkt

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Altenburg.  Künstler Peter Schnürpel wird 80 Jahre alt und Lindenau-Museum zeigt seine Arbeiten.

Peter Schnürpel (rechts) mit dem Direktor des Lindenau-Museums, Roland Krischke

Peter Schnürpel (rechts) mit dem Direktor des Lindenau-Museums, Roland Krischke

Foto: jens paul taubert

Am 20. Februar feiert der Altenburger Künstler Peter Schnürpel seinen 80. Geburtstag.

Durchzahlreiche Ausstellungen im Lindenau-Museum sowie als Dozent im Studio Bildende Kunst pflegen Künstler und Kunsteinrichtung seit Jahrzehnten eine enge Verbindung. Anlässlich seines Geburtstags wird in der Kunstgasse 1 eine Auswahl seiner Arbeiten ausgestellt.

Arbeiten aus 40 Schaffensjahren

Das Museum zeigt einige grafische Arbeiten des Künstlers, die in den letzten 40 Schaffensjahren entstanden sind. Unter den Exponaten befinden sich Radierungen, Zeichnungen und Lithografien. Sie erlauben einen Einblick in die verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers.

Im Mittelpunkt seiner Darstellungen steht der Mensch. Ausgehend von der Bewegung der Figuren schließt er auf die Gefühlswelt Einzelner oder ganzer Gruppen. Dabei besinnt er sich auf die antiken Meister und strebt als genauer Beobachter nach dem idealen Körper.

In seinen Figurenbildern spielt Schnürpel mit den verschiedenen Variationsmöglichkeiten, die ihn die Radierung bietet. Hier zeigt sich seine besondere Kunstfertigkeit.

Die Werke Peter Schnürpels befinden sich heute in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen, unter anderem im Museum der bildenden Künste Leipzig und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Mit dem Lindenau-Museum Altenburg verbinden ihn zahlreiche Ausstellungsprojekte und ein langjähriges Engagement als Dozent im Studio des Kunstmuseums. Zudem verfügt das Haus über einen der größten Bestände mit Werken des Künstlers. Des Weiteren waren seine Werke in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen zu sehen.

Seit 1973 als Dozent tätig

Peter Schnürpel wurde 1941 in Leipzig geboren. Von 1960 bis 1965 absolvierte er ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Anschließend begann er eine Lehrtätigkeit für künstlerische Praxis am Fachbereich Kunsterziehung der Universität Leipzig. Seit seinem Umzug nach Altenburg 1973 ist Peter Schnürpel als Dozent im Studio des Lindenau-Museums tätig. 1978 nahm er seine Lehrtätigkeit an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg auf, 1992 wurde er zum Professor berufen. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied des Förderkreises Freunde des Lindenau-Museums in dem er bis heute im Vorstand aktiv mitwirkt.

Die für 20. Februar geplante kleine Geburtstagsfeier kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Veranstaltung findet voraussichtlich am 18. April, 15 Uhr, in der Kunstgasse 1 statt.