Mit dem roten Haus wird begonnen

Tannenfeld.  Nachgehakt Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten in Tannenfeld starten.

Blick in den Park Tannenfeld: Am denkmalgeschützten Wasserturm ist die alte Gärtnerei mit Gewächshaus verschwunden. Dahinter das Wirtschaftsgebäude wurde ebenfalls abgerissen.

Blick in den Park Tannenfeld: Am denkmalgeschützten Wasserturm ist die alte Gärtnerei mit Gewächshaus verschwunden. Dahinter das Wirtschaftsgebäude wurde ebenfalls abgerissen.

Foto: Jana Borath

Vor drei Jahren verkaufte der Landkreis Park und Gebäude Tannenfeld an die Tannenfeld GmbH. Seitdem erreichen uns immer wieder Fragen, wann es denn endlich mit den Bauarbeiten losgeht. Aktuell wollten Spaziergänger zudem von uns wissen, was mit der Parkpflegerin geworden ist, die offensichtlich nicht mehr tätig ist. Wir haben mit Burkhard Schreiber, Geschäftsführer der Tannenfeld GmbH, darüber gesprochen.

Der konkretisierte vorhabenbezogene Bebauungsplan sieht vor, dass es drei Bauabschnitte gibt. Zunächst soll der Altbestand saniert, dann neu gebaut werden. Danach sollen die Arbeiten am Schloss folgen.

Begonnen werden soll im kommenden Jahr mit dem roten Haus, das das zweitgrößte Objekt sei. „Unternehmen haben sich das Gebäude bereits angesehen, Befunde erstellt“, sagt Burkhard Schreiber, der die Aufträge gern an Firmen der Region vergeben will. Allerdings sei das nicht in jedem Fall möglich. „Zum Restaurieren der Türen beispielsweise brauche ich einen Profi und der kommt halt aus Dresden“, so der Geschäftsführer.

Gestaffelt sollen die Einzelobjekte in den nächsten Jahren saniert und in Betrieb genommen werden. Einen „Riesenbautrubel“ wollen die Eigentümer nicht, heißt es. „Und wir wollen während der Arbeiten auch den Park so wenig wie möglich sperren und so wenig wie möglich in ihn eingreifen“, informiert Schreiber. Vorgesehen ist, dass der erste Bauabschnitt 2025 abgeschlossen sein wird. „Das ist sehr ambitioniert. Mir wäre 2027 lieber gewesen“, sagt er.

In Tannenfeld sollen künftig Demenzkranke gepflegt werden, daran habe sich nichts geändert. „Es wird einen Betreiber geben, sonst würden wir nicht anfangen“, betont Burkhard Schreiber. Nach und nach wolle der Betreiber die Objekte in Betrieb nehmen. Damit soll das ökonomische Risiko überschaubar gehalten werden.

Bevor es aber weitergehen kann, müsse die Gesellschafterversammlung die Pläne einstimmig beschließen. Doch ein Treffen sei aktuell im Corona-Lockdown schwierig, weil die Eigentümer aus mehreren Haushalten stammen.

Neues Pflegekonzept ab 2021

Burkhard Schreiber bestätigt, dass die Parkpflegerin nicht mehr in Tannenfeld tätig ist, will sich aber nicht weiter dazu äußern. Ab kommendem Jahr wolle man ein anderes Parkpflegekonzept als bislang verfolgen. Über Angestellte sei das aufgrund der Fläche der Anlage nicht machbar oder nur mit Einschränkungen. „Das wollen wir aber nicht“, so Schreiber. Man bevorzuge es, wenn ein Unternehmen die Pflege übernimmt. Ein entsprechender Plan werde ausgearbeitet. In der Übergangszeit hätten sich zwei der Gesellschafter bereiterklärt, die Mülleimer zu leeren. „Wir halten den Park echt gut in Schuss, rennen aber nicht jedem Blatt hinterher“, sagt der Geschäftsführer. In die Parkpflege müssten jährlich über 60.000 Euro investiert werden.

Regelmäßig ist in Tannenfeld Vandalismus Thema, in diesem Frühjahr beispielsweise. „Der Park wird zwar überwacht, aber nur temporär zu unterschiedlichen Zeiten. Es ist keine Dauerüberwachung. Man erwischt die Leute nicht“, bedauert Burkhard Schreiber, der von einem „geringen Schaden“ spricht, den die Täter verursacht haben. In dem Zusammenhang betont er, dass die Bausubstanz einmal im Jahr kontrolliert werde. Sie sei in einem guten Zustand. Das liege auch an den Sicherungsmaßnahmen, die der Landkreis, als Tannenfeld noch in seinem Besitz war, ausgeführt habe.