Neue Tierart im Altenburger Land entdeckt

Altenburg.  Parasitäre Mini-Wespe erstmals in Falkenhain gefangen. Benannt ist sie nach einem Dänen.

Nur 1,3 mm groß ist Platygaster curvistriata BUHL, eine neu beschriebene, parasitische Wespenart. Sie wurde in der Bergbaufolgelandschaft Phönix Nord bei Falkenhain entdeckt.

Nur 1,3 mm groß ist Platygaster curvistriata BUHL, eine neu beschriebene, parasitische Wespenart. Sie wurde in der Bergbaufolgelandschaft Phönix Nord bei Falkenhain entdeckt.

Foto: Naturkundemuseum Mauritianum / Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V.

In der Bergbaufolgelandschaft Phönix Nord bei Falkenhain sammelten Mitglieder der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg (NfGA) Insekten, um das Arteninventar des Gebietes zu erfassen. Neben einigen bekannten Arten, die erstmals in Thüringen und Deutschland gefunden wurden, war auch eine bislang noch völlig unbekannte Art darunter.

Das teilte Mike Jessat, Direktor des Naturkundemuseums Mauritianum Altenburg, mit. Nur 1,3 Millimeter groß sei Platygaster curvistriata Buhl, wie die neue Wespenart genannt wurde. Bei der Bestimmung unbekannter Exemplare kooperiert die NfGA mit dem Naturkundemuseum Erfurt, welche das Material an das Zoologische Museum Kopenhagen in Dänemark weiterleitete. Dem dortigen Experten Peter Neerup Buhl gelang es, diese als bislang unbekannte Art zu bestimmen.

„Buhl taucht deshalb auch im Namen auf, ebenso wie ein optisches Merkmal – ungefähr übersetzt: bogenförmige Streifen – und der Name der Gattung: Platygaster. Die Gruppe kleiner Wespen (es gibt davon etwa 1100 Arten) legen ihre Eier in die Eier von Gallmücken. Die Wespenlarven entwickeln sich in den Eiern und Larven ihres Wirtes und schlüpfen dann aus den Mückenpuppen. Die Mücken selbst sind auch nur 1 bis 2 Millimeter groß. „Man muss also nicht in den Regenwald ziehen um neue Arten zu entdecken. Auch bei uns gibt es noch viele unbeschriebene Arten, nur kaum Spezialisten“, so Jessat.

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