Altenburger stellen neue Wege für Stadtentwicklung vor

Altenburg/Berlin.  Altenburger Stadtmenschen stellen Projekte in Berlin bei Schau „Living the City“ vor.

Die Altenburger Stadtmenschen zu Besuch in Berlin.

Die Altenburger Stadtmenschen zu Besuch in Berlin.

Foto: Sabine Theiß

Bei der internationalen Ausstellung „Living the City“ in Berlin durften die Altenburger Stadtmenschen ihre Vorhaben und Aktivitäten vor wenigen Tagen vorstellen, „als eines von zwei deutschen Pilotprojekten“, ist Koordinatorin Anja Fehre stolz. Die Stadtmenschen sind damit eines von 50 Projekten aus ganz Europa, die die Gelegenheit dazu bekamen.

Bei der Schau stehen Architektur, Kunst und Stadtplanung im Mittelpunkt. Letzterer haben sich die Altenburger Stadtmenschen verschrieben. Ihr Ansatz ist ein anderer als die beispielsweise von Kommunen bekannten. Sie gehen davon aus, dass Stadtentwicklung nicht von einer Verwaltung oder von Architekten ausgehen sollte. Vielmehr soll Stadtentwicklung fragen, was die Bewohner tatsächlich wollen und brauchen. Das bedeutet also nicht nur, die Altenburger bei der Ideenfindung einzubinden, sondern vor allem auch bei der Umsetzung.

Nachhaltigkeit wichtig

Besucht haben sie in Berlin unter anderem den Parlamentarischen Staatssekretär Volkmar Vogel (CDU), der sie eingeladen habe. „Die Verbindung zu und die Gespräche mit Volkmar Vogel sind uns wichtig“, betont Anja Fehre. Vogel hatte sich im Sommer bereits in Altenburg über den aktuellen Stand informiert und sagt über die Stadtmenschen: „Ein erstklassiger Verein mit engagierten Menschen und tollen Ideen, die sowohl in der Stadt als auch in der Region nachhaltig wirken.“

Doch wie so oft, geht es auch hier ums Geld. „Die Frage ist, wie bekommt man unsere Vorhaben in die Standardprogramme der Städtebauförderung“, sagt Stadtmensch Christian Horn, der vom Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg bekannt ist. Jetzt ist er ein Stadtmensch und war mit in Berlin. Aktuell sind Städtebauförderprogramme Kommunen vorbehalten, private Initiativen wie Stadtmensch, dessen Träger eine gemeinnützige GmbH ist, könnten also überhaupt keine Fördermittel beantragen. Hier müsse sich etwas ändern, finden die engagierten Altenburger.

Aktuell kommen von den mehr als 701.000 Euro für Stadtmensch knapp 665.000 vom Bund, der Eigenanteil beläuft sich auf 36.500 Euro. Bis Ende 2021 läuft die Projektförderung.