René Weinert wieselflink

Weimar  Fußball: 33-Jähriger schießt beim 3:1 des ZFC Meuselwitz im Pokal gegen den SC 1903 Weimar zwei Tore und bereitet ein weiteres vor

Die Meuselwitzer, rechts Strietzel, setzten sich am Freitagabend 3:1 in Weimar durch.

Die Meuselwitzer, rechts Strietzel, setzten sich am Freitagabend 3:1 in Weimar durch.

Foto: Peter Hansen

Letztendlich verdient hat Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz am Freitagabend die erste Runde im Thüringer Landespokal erfolgreich genommen. Vor 256 zahlenden Zuschauern hieß es auf dem Weimarer Lindenberg 3:1 für den Favoriten aus der Regionalliga.

Die ersten Duftmarken gegen das von Daniel Feuerstein gehütete Weimarer Tor setzten auch gleich die Meuselwitzer Herren der Abteilung Attacke. Aussichtsreich setzten sich da der auch in der Abwehr stark agierenden Bastian Strietzel, Francesco Lubsch, Luca Bürger und Tarik Reinhard in Szene. Und immer wieder auch wieder einmal Alexander Dartsch, der gleich mehrfach Hochprozentiges präsentierte. Aber es war wieder jenes für den ZFC so oft sichtbare Dilemma, dass die Hausherren lange die „Null“ halten konnten.

In der 28. Minute schien die Partie zugunsten des Favoriten abzubiegen: Nach einem Foul an Francesco Lubsch im 03er-Strafraum gab der Unparteiische Elfmeter. Den legte sich Routinier Fabian Stenzel zurecht und versuchte es mit einem Flachschuss in die linke Torhälfte. Das aber hatte Keeper Feuerstein geahnt. Er war blitzschnell unten und hielt den Ball. Nur kurz später gab es die nächste Schrecksekunde für den ZFC: Bei einem seiner vielen Angriffe hatte sich bei einem Fallrückzieher der bis dahin so auffällige Alexander Dartsch offensichtlich verletzt und musste in der 40. Minute gegen Timo Mauer ausgewechselt werden. Und nur eine Minute zuvor hatte Weimars Luca Albrecht die größte Gelegenheit für die Platzherren, als sein Schuss aus 18 Meter knapp über den von Ruben Aulig gehüteten ZFC-Kasten ging.

Aber der ZFC drückte weiter. Die Belohnung folgte eine Minute vor der Halbzeit: Fast von der Mittellinie startet René Weinert nach feinem Zuspiel von Timo Mauer einen Sturmlauf gen Weimar-Tor. Und aus spitzem Winkeln traf dann auch noch der Routinier zur 1:0-Führung.

Und der 33-Jährige wurde dann vor allem in der zweiten Halbzeit zum entscheidenden Spieler dieser Partie, in der Weimar weiter gefährlich blieb. Weinert legte in der 56. Minute sehenswert auch Francesco Lubsch, der zum 2:0 einschob. Dabei blieb es bis in die Schlussphase, die noch einmal etwas hektisch in einer dennoch recht fairen Partie wurde. Denn der SC 03 schaffte durch David Unverricht in der 86. Minute aus Nahdistanz den 1:2-Anschluss. Dann dezimierte sich kurz vor Ultimo noch der Gastgeber, als Florian Sachs in der 89. Minute Gelb sah, danach meckerte wie ein Rohrspatz und obendrauf in der 90. noch Gelb-Rot bekam.

Den alten Abstand von zwei Toren stellte dann aber in der 90. Minute wieder per kunstvoll getretenen Freistoß ins Eck René Weinert her. Wieder siegt der ZFC dank Treffern in letzter Sekunde.

„Es war von uns kein sonderlich starkes Spiel. Wichtig ist aber, dass wir weiter gekommen sind“, meinte Doppeltorschütze Weinert nach der Partie.

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