Bisher gut drei Prozent der Führerscheine im Altenburger Land umgetauscht

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Wer jetzt einen neuen Führerschein braucht

Wer jetzt einen neuen Führerschein braucht

Autofahrer aufgepasst: einige Führerscheine müssen in den kommenden Jahren erneuert werden. Der Grund: ein einheitlicher Führerschein für die EU. Das müssen Autofahrer jetzt beachten.

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Altenburg.  Im Altenburger Land sind zehntausende Bewohner von Umtauschaktion betroffen.

Rund 43 Millionen Führerscheine in Deutschland müssen in fälschungssichere Exemplare getauscht werden. Eine EU-Richtlinie legt dies so fest.

Erneuert werden all jene Dokumente, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden. Der Umtausch begann im Sommer des vergangenen Jahres und erfolgt nun bis zum Jahr 2033 in mehreren Stufen.

Im Landkreis Altenburger Land sind rund 45.000 Bürgerinnen und Bürger von der Umtauschaktion betroffen.

Stufe 1 des Umtausches endet am 19. Januar 2022 – aufgerufen sind Fahrerlaubnisinhaber der Geburtsjahre 1953 bis 1958, etwa 4500 Frauen und Männer im Kreis. Bisher konnte die Fahrerlaubnisbehörde der Kreisverwaltung in der Altenburger Martin-Luther-Straße 1500 Anträge aus dieser Personengruppe abarbeiten und den neuen Kartenführerschein, für den 30,40 Euro zu bezahlen sind, ausgeben.

Pandemie erschwert Aktion

Das heißt aber auch, rund 3000 Vorgänge sind noch offen – für 1500 Vorgänge wurden bereits Termine für die kommenden Wochen und Monate vereinbart.

Nicht zuletzt wird die Bewältigung der Umtauschaktion von der Coronapandemie erschwert: Auch Mitarbeiter des Fachdienstes Straßenverkehr fielen wegen Erkrankung und Quarantäne aus oder waren vorübergehend ins Gesundheitsamt zur Kontaktpersonennachverfolgung abgeordnet.

Zu Beginn des Jahres hat Fachdienstleiter Mario Klocke das Team mit zwei Mitarbeitern verstärkt, sodass aktuell fünf Kollegen mit der Umtauschaktion befasst sind.

Um seinen Führerschein umzutauschen, ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Dies kann per E-Mail geschehen an fahrerlaubnisbehoerde@altenburgerland.de oder telefonisch unter den Rufnummern 03447/58 66 19, -622, -618 und -621. Derzeit beträgt die Wartezeit etwa acht Wochen.

Mitzubringen sind der aktuelle Führerschein, der Personalausweis und ein biometrisches Passbild, nicht älter als ein Jahr.

„Obwohl die Frist zum Führerscheinumtausch für 1953 bis 1958 geborene Bürgerinnen und Bürger kommende Woche abläuft, müssen die Kraftfahrer vorerst bis 19. Juli 2022 mit keiner Sanktionierung rechnen, wenn sie im Falle einer Polizeikontrolle nur den alten Schein vorzeigen können“, erklärt Klocke. Er geht davon aus, dass bis Sommer alle Anträge in Stufe 1 abgearbeitet sind. Dann geht es mit Stufe 2 weiter: Bis zum 19. Januar 2023 sind all jene Bürger zum Umtausch aufgerufen, die zwischen 1959 und 1964 geboren wurden.

Diejenigen, die am liebsten sofort ihr neues Dokument hätten, bittet Mario Klocke um etwas Geduld – Termine hierfür können erst ab dem Sommer vereinbart werden.