Schmöllner Schüler sammeln rund 1000 Euro für Kinderhospiz

Schmölln.  Die Regelschule Schmölln erhält die Auszeichnung „Schule mit Herz“ für ihre Beteiligung an der Aktion Weihnachtsengel.

Die Schüler der Regelschule Schmölln haben in der Weihnachtszeit knapp 1000 Euro an Spenden für das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz gesammelt.

Die Schüler der Regelschule Schmölln haben in der Weihnachtszeit knapp 1000 Euro an Spenden für das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz gesammelt.

Foto: Andreas Bayer

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Die Schüler der Regelschule Schmölln haben sich zur Weihnachtszeit engagiert und Geld gesammelt. Dafür erhielt die Schule am Mittwoch die Auszeichnung „Schule mit Herz 2019“ überreicht. Ganz besonders freute sich Lutz Schulz, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Kinderhospiz Mitteldeutschland mit Sitz in Nordhausen. Knapp 1000 Euro an Spenden nahm er von den Klassenvertretern entgegen.

„Gerade zur Weihnachtszeit ist es am Schönsten, Zeit mit der Familie zu verbringen. Wenn man merkt, dass es nicht jedem so gut geht, will man natürlich helfen“, erklärt Schülersprecherin Jolina Stache die Motivation. Ende November hat Schulsozialarbeiterin Theresa Beger den Vorschlag zur Beteiligung an der Aktion Weihnachtsengel in die Klassensprecher-Versammlung eingebracht. Schnell entschieden sich vier der Klassen für eine Beteiligung und dachten sich eine Aktion aus. In der Woche vom 6. bis zum 13. Dezember wurden diese dann umgesetzt.

450 Euro bei Stundenlauf eingenommen

Während sich die Klassen 7B und 10A in Form eines Kuchenbasars engagierten, organisierte die 5A zusätzlich noch einen Flohmarkt, bei dem sie unter anderem ihre Spielsachen zur Verfügung stellten. Besonders erfolgreich war allerdings die Klasse 5B, die zugleich sportlichen Ehrgeiz unter Beweis stellte. Sie haben sich Sponsoren für einen Stundenlauf gesucht und unzählige Runden in der Turnhalle gedreht. Allein 450 Euro Spenden sprangen bei dieser Aktion heraus.

Jährlich erhalten rund 6500 Familien in Deutschland die Diagnose „Ihr Kind ist unheilbar krank. Wir können nichts mehr tun“, so Schulz. Im stationären Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz können diese Familien bis zu 28 Tage gemeinsam verbringen, das Pflege- und Betreuungsangebot nutzen. Diese Aufenthalte stärkten die Familie und geben den betroffenen Eltern neue Kraft, die zumeist eine Betreuung rund um die Uhr leisten müssen.

„Wer ein ganz normales Leben führt, kann sich in diese Lage gar nicht hineinversetzen“, so Schulleiterin Steffi Kersten. Um dieses wichtige Hilfsangebot aufrecht erhalten zu können, ist das Hospiz auf rund 1,3 Millionen Euro Spendengeld pro Jahr angewiesen. „Es gibt viele Möglichkeiten, das ganze Jahr über einen Beitrag zu leisten“, so Schulz, der die Schüler dazu einlud, sich zum Tag der offenen Tür am 4. Juli selber einen Eindruck zu verschaffen, wofür ihre Spende eingesetzt wird.

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