Schönheitskur für Friedhof in Altenburg

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Auf dem Friedhof in Altenburg hat sich in der letzten Zeit viel getan. Zum Beispiel wurden zwei große Bleiglasfenster im Altarbereich der Friedhofskapelle restauriert.

Auf dem Friedhof in Altenburg hat sich in der letzten Zeit viel getan. Zum Beispiel wurden zwei große Bleiglasfenster im Altarbereich der Friedhofskapelle restauriert.

Foto: Ronny Seifarth

Altenburg.  Im vergangenen Jahr sind zahlreiche Arbeiten zum Erhalt und zur Verschönerung des Städtischen Friedhofs in Altenburg durchgeführt worden.

Im vergangenen Jahr wurden wieder umfangreiche Arbeiten zum Erhalt und zur Verschönerung des Städtischen Friedhofs am Grüntaler Weg durchgeführt. So konnten erneut zwei große Bleiglasfenster im Altarbereich der Friedhofskapelle restauriert werden. In diesem Jahr sollen diese Maßnahmen fortgeführt werden.

Viele starke Partner sind bei der Sanierung in Altenburg beteiligt

Möglich war dies alles dank zahlreicher Spender sowie der Unterstützung des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie. Die Arbeiten wurden von der Erfurter Restauratorin für Glasmalerei und Glasfenster, Kathrin Rahfoth, ausgeführt.

Vor dem Einbau der instandgesetzten Fenster waren aber noch diverse Steinmetzarbeiten an den Steingewänden notwendig, welche durch die Steinmetzwerkstatt Christian Späte GmbH aus Zeitz fachgerecht erfolgten. Zusätzlich stehen 2023 Fördergelder für die Finanzierung von Arbeiten am Dach der Leichenhalle zur Verfügung.

Orgelteile wurden eingelagert – Gutachten zur Fürstengruft steht

Von der Firma „Eule Orgelbau GmbH Bautzen“ wurden die vor über 30 Jahren ausgebauten Teile der Poppe-Orgel von 1845 gesichert, fachgerecht eingelagert, eine Bestandsaufnahme durchgeführt und ein Gutachten erstellt. Dieses enthält auch Vorschläge zur Restaurierung und künftigen Nutzung des Instrumentes.

Ebenfalls wurde ein Gutachten zum Zustand und zu Sicherungsmaßnahmen an der Fürstengruft erarbeitet. Ein solches ist notwendig, um Fördermittel beantragen zu können. Vorrangig wäre hier die Instandsetzung der baufälligen Treppenanlage.

Die an der Mauer in der Abteilung 6 Feld 1 aufgestellte gusseiserne Platte, welche früher den Zugang zum Gewölbe der Fürstengruft abdeckte, musste von dort abgenommen und eingelagert werden. Sie hat einen Sprung und weist starke Korrosionsschäden auf.

Um Besucher vor Stürzen zu bewahren, wurden in der Abteilung C eine Treppenanlage saniert und weiterführende Arbeiten an Trockenbauwänden vorgenommen.

Vier neue Patenschaften für denkmalgeschützte Grabmale

Auf positive Resonanz stieß der öffentliche Aufruf, Patenschaften für denkmalgeschützte historische Grabmale abzuschließen, im Vorjahr wurden vier besiegelt. Mit derartigen Patenschaften ist die Option verbunden, das Nutzungsrecht für die Grabstelle zu erwerben.

Alte Bäume werden erhalten – Neupflanzungen dank Baumpaten

Viele rühmen den städtischen Friedhof als grüne Oase, weswegen auf den Erhalt der alten Bäume großen Wert gelegt wird. In den letzten Jahren starben durch Trockenheit allerdings zahlreiche Bäume ab. Um diese zu ersetzen wurden mithilfe von Baumpatenschaften 18 neue Bäume gepflanzt. Ein weiterer Beitrag zum Erhalt des Stadtgrüns wurde durch das Setzen von 200 Heckenpflanzen geleistet.

Gut angenommen wurde auch das Angebot von Friedhofsführungen. Mehr als 200 Interessierte nahmen daran teil. In diesem Zusammenhang möchte die Friedhofsverwaltung allen Spendern Danke sagen. Nur durch ihre aktive Hilfe war die Realisierung von Maßnahmen im skizzierten Umfang möglich.