Seltener Wiedehopf in Grünberg beobachtet

Wiedehopfe sind wieder nahe Schmölln heimisch.

Wiedehopfe sind wieder nahe Schmölln heimisch.

Foto: Torsten Proehl

Schmölln/Grünberg.  Der Zugvogel war mehrere Jahrzehnte nicht mehr in der Schmöllner Region gesehen worden.

Nach etwa 60 Jahren der Abwesenheit ist in diesem Jahr der Wiedehopf als Brutvogel in die Schmöllner Region zurückgekehrt. Darüber informierten jetzt die Naturfreunde Schmölln. Ein Pärchen könne seit April in Grünberg beobachtet werden. Jetzt habe sich sogar herausgestellt, dass es zwei Jungvögel erfolgreich großgezogen hat.

Beobachtungen ergaben, dass sich der Brutplatz in einem uralten Birnbaum einer Streuobstwiese befindet. Laut den Naturfreunden gab es in diesem Jahr zur Zugzeit des Wiedehopfs im April ungewöhnlich viel Beobachtungen, unter anderem in Nödenitzsch, Bohra, auf dem Schmöllner Wartenberg, Kummer und auch im Raum Thonhausen/Vollmershain. Möglicherweise sei die Grünberger Brut nicht die einzige im Schmöllner Gebiet gewesen.

„Der Schmöllner Vogelbeobachter Roland Bachmann, der ab den 60er-Jahren in unserem Gebiet beobachtete, kannte den Wiedehopf schon nicht mehr als Brutvogel im Gebiet“, berichtet Torsten Pröhl von den Naturfreunden.

Von August bis in den September seien Beobachtungen durchziehender Wiedehopfe möglich. Dann verlassen die Vögel ihre Brutgebiete. In den Heide- und Sandergebieten Brandenburgs und Sachsen-Anhalts ist der Wiedehopf schon länger wieder heimisch.