Sprottebrücke in Nöbdenitz vorfristig vollendet

Nöbdenitz.  Eine Betonplatte hat Brückenfläche fast verdoppelt. Neuer Fußweg und breitere Fahrbahn geschaffen

Den Banddurchschnitt zur Freigabe der Brücke übernahmen (von links): Bernd Wenzlau (Fachdienstleiter Bildung und Infrastruktur), Konrad Neumeister (Oberbauleitung), Uwe Melzer (Landrat), Sven Schrade (Bürgermeister), Erich Zapp (stellvertretender Ortsteilbürgermeister) sowie Wolf Aubrecht (Fachdienstleiter Straßenbau).

Den Banddurchschnitt zur Freigabe der Brücke übernahmen (von links): Bernd Wenzlau (Fachdienstleiter Bildung und Infrastruktur), Konrad Neumeister (Oberbauleitung), Uwe Melzer (Landrat), Sven Schrade (Bürgermeister), Erich Zapp (stellvertretender Ortsteilbürgermeister) sowie Wolf Aubrecht (Fachdienstleiter Straßenbau).

Foto: Andreas Bayer

Bis zur letzten Minute wurden noch Markierungen auf der Kreuzung angebracht, doch überpünktlich wurde die Teilung von Nöbdenitz aufgehoben. Fast vier Wochen vor dem angepeilten Termin gaben Landrat Uwe Melzer (CDU) und Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) am Mittwoch die Sprottebrücke wieder offiziell für den Verkehr frei.

Damit ist nach über fünf Monaten Vollsperrung wieder ein ungehindertes Überqueren der Brücke möglich. Der stellvertretende Ortsteilbürgermeister Erich Zapp lobte die gute Kooperation aller beteiligten Unternehmen, der Verwaltung und den Anliegern, es habe alles stets reibungslos funktioniert. Fachdienstleiter Bernd Wenzlau dankte im Namen des Landratsamtes allen, die dazu beigetragen, sowie jenen, welche die Einschränkungen ertragen haben. Man werde noch einen Anstrich auf das Geländer aufbringen, doch im Wesentlichen sei alles fertig. „Ich denke, wir haben recht vernünftige Verkehrsverhältnisse geschaffen, mit denen wir leben können“, sagte er.

Brückenfläche mehr als verdoppelt

Vor allem biete die neue Brücke mehr Sicherheit für die Fußgänger, weil ein breiter Gehweg angelegt wurde. Auch die Fahrbahnbreite hat sich vergrößert, auf aktuell rund 5,50 Meter. Der Bereich zwischen den Geländern wurde von knapp 4,90 Meter auf 7,80 Meter verbreitert. Die Brückenfläche wurde durch die aufgelegte, knapp 50 Zentimeter dicke Stahlbeton-Platte mehr als verdoppelt, auf 138 Quadratmeter. Der Sandsteinbogen aus dem Jahr 1881 wurde dabei erhalten, habe nun aber etwas mehr Last zu tragen. Weil es versäumt wurde zu messen, könne man aber nicht genau sagen, ob sich dieser abgesenkt habe.

„Wir haben eine Variantenuntersuchung gemacht, haben anfangs nicht so recht daran geglaubt, dass der Bogen das tragen kann. Aber es hat funktioniert“, sagte Wolf Aubrecht, Fachdienstleiter für Straßenbau im Landratsamt. Einige Fugen waren allerdings durch zu harten Mörtel teilweise kaputt und wurden ausgebessert. Trotzdem sei man vollkommen im Kostenrahmen geblieben, mit reinen Baukosten in Höhe von rund 320.000 Euro für die vom Freistaat geförderte Maßnahme. Landrat Uwe Melzer (CDU) lobte die gute Organisation, Vorbereitung und Durchführung der Arbeiten. Er hoffe, dass man das Bauheben mit den Anwohnern im kommenden Jahr nachholen könne.

Eines von zwei Nadelöhren beseitigt

Der Rückbau der Behelfs-Fußgängerbrücke steht noch aus, werde aber den Verkehrsfluss nicht derart stören, dass es zu Sperrungen kommen muss. Ab Montag sollen daher auch die Buslinien der Thüsac wieder nach dem regulären Fahrplan rollen. Um den Kreuzungsbereich der Kreisstraßen Postersteiner Straße und Dorfstraße vom Niveau her anzupassen, sowie um die Versorgungsleitungen der Gemeindewerke Oberes Sprottental aufzunehmen, war kurzfristig auch die Verbindung nach Posterstein gesperrt. Insgesamt wurden so etwa 500 Quadratmeter Straßenfläche vollgebunden neu hergestellt.

Bürgermeister Schrade dankte vor allem Erich Zapp, der für die Stadtverwaltung die Koordinierungsaufgaben übernommen hat und um jeden Meter gerungen habe. Nun gebe es nur noch ein Nadelöhr zu beseitigen, den Bahnübergang in Lohma.